Dienstag, 24. Mai 2011

Die Krankenhauswelt in Gedichten

Nina Bärenstrauch
Gedichte & Krankenhausgedichte 
Verlag Nina Bärenstrauch 2010, 40 S., geb., Hardcover,ISBN 978-3-00-031036-2,14,90 EUR[D], 15,50 EUR[A], 19,90 CHF
21 lyrische, lakonische, lebendig-kraftvolle und melancholische Gedichte, die den Leser für einen Moment innehalten lassen und in ihre ganz eigene Stimmung mitnehmen wollen. 12 nüchtern beschreibende, drastisch benennende, körperlich fühlbar machende und die Krankenhaus-Welt in Worte fassende Krankenhaus-Gedichte.

Die Autorin, geb. 1977, lebt in Berlin, arbeitet als Ärztin in der Weiterbildung zur Neurologin, ist koreanische Adoptierte und schreibt seit ihrem 15. Lebensjahr Gedichte.
Mehr zum Buch auf den
Webseiten der Autorin

Dienstag, 10. Mai 2011

Cochlea-Implantat

Maryanne Becker:
Klänge aus dem Schneckenhaus
- Cochlea-Implantat-Träger erzählen
BoD, 160 S.,  Ppb., ISBN 978-3-8334-7249-7, € 12,80
Ca. 11.000 Menschen hierzulande tragen Cochlea-Implantate. Die elektronische Innenohrprothese, die vor 50 Jahren noch wie reine Utopie schien, lässt Ertaubte wieder hören. Die meisten können wieder Sprache verstehen, viele sogar telefonieren. Doch bisher weiß man wenig Konkretes darüber, wie die Betroffenen Alltag und Beruf erleben. Das vorliegende Buch schließt diese Lücke. Die Autorin interviewte zehn Menschen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die offen über ihr Leben mit Cochlea-Implantat berichten (Methode der narrativen Identität).

Die entstandenen Biografien überraschen und ermutigen in mehrfacher Hinsicht. Eine Hörschädigung schränkt das menschliche Grundbedürfnis nach Kommunikation ein. Doch nicht zwingend, so zeigt sich, muss eine solche Behinderung zum Dreh- und Angelpunkt des Lebens werden. Trotz ihrer Ertaubung ist es den hier vorgestellten Menschen gelungen, die Anforderungen an ihre soziale Rolle, an Studium und Beruf zu erfüllen. Allen Interviewten gemeinsam ist: Das Cochlea-Implantat hat ihre Lebensqualität entscheidend verbessert.



Hörbuch - Einzelpreis: 11,50 € (Sammelbestellungen für SHGen, Verbände, CI-Centren möglich, Preisnachlass)
Sechs Lebensgeschichten aus „Klänge aus dem Schneckenhaus“. Doppel-CD. Bei der Produktion dieses Hörbuches wurde besonderer Wert auf die Verständlichkeit gelegt. Durch hervorragende Artikulation und moderate Sprechgeschwindigkeiten empfiehlt sich die Hörversion von „Klänge aus dem Schneckenhaus“ besonders für die Rehabilitation (Hörtraining) nach CI-Versorgung sowie für Schwerhörige, die auf diese Weise auch in den Genuss moderner Medien kommen. - Sprecher: Dr. Sandra Scholz, Sascha Roder, Maryanne Becker

Samstag, 7. Mai 2011

Tabuthema (Jugend)-Depression

Silvia Kirschner
Die Geschichte eines Mädchens - Wie eine Jugendliche ihre Depressionen überwindet
Books on Demand, 88 S., Ppb., ISBN 978-3-8370-6348-6, € 9,95
Mit Tränen, die vor Kummer nicht ans Tageslicht kommen, mit Gefühlen, die im Dunkeln verschlossen bleiben, hat Maria zu kämpfen. Von Kindheit an muss sie immer wieder düsteren Stimmungen widerstehen. Maria verdrängt diese, um ihrer Familie und ihren Freunden weiterhin das immer lustige und einfallsreiche Mädchen vorzuspielen, das alle so lieben. Doch die Schauspielerei zehrt an ihren Kräften. Immer öfter wird sie nun auch von körperlichen Problemen heimgesucht, deren Ursachen unklar bleiben. Der wahre Grund: Maria leidet an chronischen Depressionen. Schließlich versucht sie den Druck auf ihrer Seele zu kompensieren und es kommt so, wie es wohl kommen musste: sie fügt sich selbst Verletzungen zu ...
Die Autorin Silvia Kirschner, geboren 1980 in Oberösterreich, erzählt in dem aktuellen Werk "Die Geschichte eines Mädchens" eine wahre, ihr zugetragene Leidensgeschichte, die sich besonders durch den kulturellen Wert ihrer Botschaft auszeichnet. Die dreifache Mutter berichtet mittels Erzählungen und auch Tagebuchausschnitten über tiefgründige Details der leider immer häufiger auftretenden Bevölkerungskrankheit: der Depression.

im Blog der Autorin

Montag, 25. April 2011

Kalender 2012

Michael Imhof
Kunst-Kalender 2012 "Kunst & Medizin"
1 Deckblatt, 12 Monatsblätter, 1 Zusatzblatt, ISBN 978-3-8248-0857-1, EURO: 29.99
Michael Imhof ist Autor zahlreicher, wissenschaftlicher Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Grundlagenforschung und angewandten Chirurgie. Seit Jahren beschäftigt er sich mit grundlegenden Phänomenen von Krankheiten und sucht nach hermeneutischen Sinnzusammenhängen. Das Prinzip des Menschseins in der Krankheit und dessen Wechselspiel mit dem großen Umgreifenden ist auch Gegenstand seiner bildlichen Darstellungen.


In seinen Bildern versucht Imhof, das geistige Grundprinzip von Krankheit und Heilung zum Aufleuchten zu bringen, aber auch die Gefährdung durch biotechnologische Totalzugriffe auf den Menschen und auf unser modernes Menschenbild darzustellen. Der Begriff des Heilens leitet sich von dem indogermanischen Begriff „keilo“ (ganz, vollständig etc.) ab. Eine bildende Kunst, die auf das Umgreifende von Krankheit verweist, ist somit auch heilend im engeren Sinn. Hier schließt sich der Kreis zu einer ursprünglichen Kunstauffassung.

Mittwoch, 13. April 2011

Zu spezifischen Schwierigkeiten von Adoptivfamilien und Adoptivkindern

Barbara Steck
Adoption - ein lebenslanger Prozess
Karger Verlag, 242 S.,  16 fig.,  15 farbig,  1 tab.,  soft cover, ISBN-13: 32 €, 45.- sfr ISBN 978-3805582858,
Die Adoption stellt ein Ereignis intensiver und unvorhersehbarer Erfahrungen dar und ist gleichzeitig Zeugnisträgerin vielfältiger menschlicher Ressourcen und eines einzigartigen persönlichen Engagements. Eine Adoption ist nicht mit der Annahme eines Kindes abgeschlossen, sondern ein langfristiger Prozess. Er prägt das ganze Leben der Adoptiveltern, der Adoptivkinder und der leiblichen Eltern.

Adoptiveltern und Adoptivkinder begegnen auf ihrem gemeinsamen Lebensweg einer Reihe spezifischer Herausforderungen. Viele Eltern von adoptierten Kindern haben zeitweise grosse Probleme mit ihren Kindern und erleben viele Stresssituationen, die sie selber und ihre Kinder mit grossen psychischen Belastungen verbunden sind. Die Adoptionssituation stellt für die ganze Adoptivfamilie eine komplexe Realität dar, die eine persönliche und familiäre Auseinandersetzung erfordert. Das Adoptivkind muss lernen, seine biologischen Wurzeln und auch sein Aufwachsen als Adoptivkind als Realität anzunehmen. Jedes Mitglied einer Adoptivfamilie bewältigt die Adoptionssituation anders und unterschiedlich leicht. Dieses hochbedeutsame Ereignis in die individuelle Biografie und in die Familiengeschichte zu integrieren ist ein aussergewöhnliches und anspruchsvolles Unterfangen.

Dieses Buch vermittelt Erkenntnisse über die spezifischen Schwierigkeiten von Adoptivfamilien und Adoptivkindern. Es richtet sich an Betroffene und an Fachleute, die mit der Adoptionssituation konfrontiert sind: Ärzte, Psychiater, Psychologen, Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Pädagogen, Lehrer, Juristen.

Montag, 11. April 2011

Konventionelle und Komplementäre Therapieoptionen

Gustav Dobos, Ulrich Deuse, Andreas Michaelsen (Hrsg.)
Chronische Erkrankungen integrativ - Konventionelle und komplementäre Therapie
576 S., 58 farb. Abb., Ppb., ISBN: 978-3-437-57200-5, 45,95 Euro (D), 47,30 Euro (A), 62,00 SFr (CH)
UND! Statt "entweder oder" Für verblüffende Therapieerfolge! Erstmals werden konventionelle und komplementäre Therapieoptionen bei den wichtigsten chronischen Erkrankungen praxisorientiert auf höchstem Niveau dargestellt. Die gezielte Kombination der beiden Ansätze ermöglicht eine besonders effektive Behandlung des Patienten. Ideal auch für alle, die bisher keine Erfahrung mit komplementärer Therapie haben, denn die Empfehlungen sind auch für "Einsteiger" verständlich und sofort umsetzbar.

Inhaltsverzeichnis

I Allgemeiner Teil: 1 Einleitung: warum dieses Buch, Ansprüche, Intentionen, Begriffsklärung / 2 Anwendung des Buches (Erläuterung des Aufbaus) / 3 Ätiologie/Epidemiologie chronischer Erkrankungen, Bedeutung für das Gesundheitswesen / 4 Prävention / 4.1 Allgemeine Grundregeln / 4.2 Sport / 4.3 Ernährung

II Spezieller Teil: 5 Pulmonale Erkrankungen / 6 Kardiovaskuläre Erkrankungen / 6.1 Hypertonie / 6.2 KHK / 7 Gastrointestinale Erkrankungen / 7.1 Chronisch entzündliche Darmerkrankungen / 7.2 Reizdarmsyndrom / 8 Schmerz / 8.1 Fibromyalgie / 8.2 Kopfschmerz/Migräne / 8.3 Rückenschmerzen / 9 Rheumatische Erkrankungen / 10 Allergien / 11 Metabolische Erkrankungen / 11.1 Diabetes / 11.2 Adipositas / 11.3 Syndrom X / 12 Onkologische Erkrankungen / 13 Nikotinabhängigkeit / 14 Begleitdepression

III Therapieverfahren: 15 Medikamentöse Therapie / 16 Ordnungstherapie/Mind-Body-Medicine / 17 Ernährung (Mediterrane Vollwerternährung) / 18 TCM/Akupunktur / 18 Neuraltherapie / 19 Triggerpunkttherapie / 20 Phytotherapie / 21 Homöopathie / 22 Orthomolekulare Therapie / 23 Physikalische Therapie / 24 Manuelle Therapien / 25 Entspannende Verfahren / 26 Psychotherapie/Psychologisch orientierte Körpertherapien

IV Anhang

Leseproben
"Mind/Body Medicine"
"Reizdarmsyndrom"
"Kardiovaskuläre Erkrankungen"

Sonntag, 10. April 2011

Ein bewegendes Plädoyer für Toleranz gegenüber Frauen,die ihr Kind zur Adoption freigegeben haben

Cornelia Oehlert
Wurzeln für Lisa
- Brief an meine unbekannte Tochter
BoD, TB, 108 S., ISBN-13: 978-3-8370-4197-2, 9,90 Euro
»Kinder gibt man nicht weg«, lautet das kategorische Urteil der meisten Menschen, wenn sie erfahren, dass eine Mutter ihr Kind zur Adoption freigegeben hat. Was sie nicht hinterfragen, ist die Geschichte dazu. Oft genug können Mütter darüber gar nicht selbst befinden, denn ›besorgte‹ Familienangehörige nehmen ihnen diese Entscheidung ab.
    
Lisa wurde vor neununddreißig Jahren von ihrer Mutter Claudia zur Adoption freigegeben und erst zweiunddreißig Jahre später wiedergefunden. Selbst Jahre danach kann sich Lisa nicht entschließen, ihre leibliche Mutter zu treffen. Deshalb schreibt ihr Claudia einen Brief, in dem sie ihr die ganze Geschichte erzählt. Und so erfährt nicht nur Lisa, welche schockierenden Lebensumstände zu ihrer Adoption geführt haben.
Bedingt durch negative Erfahrungen als Scheidungskind und Mutter, die von ihrer eigenen Familie zur Adoption ihres Kindes genötigt wurde, hat sie sich schon sehr früh für soziale und gesellschaftliche Themen interessiert. Durch die Suche nach ihrer vor mehr als dreißig Jahren zur Adoption freigegebenen Tochter, hat sich die Autorin in den vergangenen Jahren ganz besonders dem Thema Inkognitoadoptionen gewidmet und dabei festgestellt, dass diese durchaus nicht immer "zum Wohle des Kindes" erfolgen und der abgebenden Mutter oft großes Leid zufügen. Zu diesem Leid kommt noch erschwerend die Meinung der Gesellschaft dazu, die auf solche Frauen oft mit Verachtung reagiert. Durch ihr spannendes Buch möchte sie andere auf dieses Thema aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen.