Freitag, 27. Juni 2008

Wenn der Glaube an Gott das Mitgefühl verdrängt.....

Sterben und Tod sind Tabuthemen. Vielleicht deshalb verlangen Politiker, Ärzte- und Kirchenvertreter, dass Patienten so lange wie möglich leiden, ja leiden sollen und müssen........

Ich kann kaum verstehen, warum die "Sterbehilfe" von Roger Kusch (Sterbehilfe, Roger Kusch und die Pharisäer) so verurteilt wird. Kann sich niemand vorstellen, dass Sterben auch "Erlösung" bedeuten kann? Erlösung von schrecklichem Leid und von einem schrecklichen, nicht mehr lebenswerten Alltag?.....More...weiter hier: Wenn der Glaube an Gott das Mitgefühl verdrängt....


Kommentare:

Ralf hat gesagt…

Liebe Monika,

danke für diesen Beitrag ! Allerdings finde ich die Überschrift nicht ganz passend, denn nicht immer zeugt ein Theologie-Studium von einem wirklichen "Glauben an Gott" - erst Recht dann nicht, wenn sich ein Theologe in die "Niederungen der Politik" begibt. In meinen Begriffen kann der Glaube menschliches Mitgefühl nicht verdrängen ... Und überhaupt: was das "C" in der Kurzbezeichnung der beiden konservativen Parteien zu suchen hat, ist mir sowieso ein Rätsel.

Monika Armand hat gesagt…

Diese Überschrift habe ich bewusst so provokativ gewählt, weil es durchaus auch "Gläubige" gibt, welche vermutlich um ihres eigenen Seelenheils willen glauben und Nächstenliebe für solche nicht unbedingt ihren Glauben begleiten.....für mich sind sie keine "Christen" im eigentlichen Sinne....d.h. diese waren von mir gar nicht gemeint....

"...denn nicht immer zeugt ein Theologie-Studium von einem wirklichen "Glauben an Gott"

Ja, das stimmt. Wobei ich auch Persönlichkeiten hinzuzählen möchte, welche innerhalb der Landeskirche "Karriere" gemacht haben. Z.B. hört die "Nächstenliebe" etlicher Kirchenvertreter ganz schnell auf, wenn es um Kirchensteuern oder kircheneigene Institutionen geht (Christliche Krankenhäuser, Kindergärten etc.)

Deshalb trenne ich zwischen echten "Gläubigen", welche ihr Leben in einem christlichen Sinne, d.h. geprägt von Nächstenliebe leben und solchen, welche die Kirche nur "brauchen", ob als Arbeitgeber oder als "Glaubensinstitution".....