Posts mit dem Label Buchempfehlung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Buchempfehlung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 7. April 2011

Mami, wer ist mein Vater? Kuckuckskinder - Mit Fallbeispielen

Hildegard Haas, Claus Waldenmaier (Hg.)
Der Kuckucksfaktor - Raffinierte Frauen? Verheimlichte Kinder? Zweifelnde Väter?
Gennethos Verlag, TB 347 S., ISBN 3-938321-00-8, EUR 39,80Kuckuckskinder werden sie genannt: die verheimlichten und untergeschobenen Folgen eines Seitensprungs, die sich oft erst im Erwachsenenalter auf die Suche nach ihrer biologischen Identität machen. Der Begriff „Kuckucksfaktor“ steht für ein Phänomen, über das nicht nur in Familien und therapeutischen Einrichtungen, sondern seit einigen Jahren auch vermehrt in den Medien rege diskutiert wird. Die Kindesunterschiebung - so die offizielle Bezeichnung - wirft allerdings mehr als nur rechtliche Fragen auf.

Zusammen mit fünf weiteren Autoren nähern sich die Biologin und der Mediziner, die als Vorreiter in der Durchführung der privaten Vaterschaftsanalyse gelten, dem brisanten Thema in einer ganzheitlichen Betrachtung. Neben informativen Streifzügen durch die Geschichte der Vaterschaftslüge, Erklärung der Ursachen auf der Basis evolutionspsychologischer Studien, nützlichen Begriffserläuterungen und juristischen Tipps, werden die Erfahrungen der Wissenschaftler und Therapeuten im Umgang mit den Betroffenen aufgearbeitet. Im Zentrum des Buches stehen fünf in kleine Kurzgeschichten verpackte Fallbeispiele, die die zum Teil dramatischen Konsequenzen einer verheimlichten Vaterschaft veranschaulichen und den geschätzten 10 Prozent Kuckuckskindern in Deutschland ein Gesicht geben. Die kritische Auseinandersetzung mit der Häufigkeit von Kuckuckskindern als auch die Frage nach der Triebfeder ihres Entstehens und den psychologischen und rechtlichen Folgen (Kuckucksfaktor) sind das Kernthema dieses Buches.
 
Aus einer Buchbesprechung von Maja Roedenbeck: "Hier wird höchste Konzentration beim Lesen und ein tiefgehendes Interesse an den gesellschaftlichen, biologischen und psychologischen Hintergründen des Phänomens „Kuckuckskinder“ vorausgesetzt. Da die Herausgeber Experten für genetische Diagnostik sind, gehen sie (und ihre Co-Autoren) äußerst akribisch und in einem akademischen Ton an die Aufgabe heran, dem Laien die wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um die Kindesunterschiebung verständlich zu machen ..."

Maja Roedenbeck
Kuckuckskinder - Schwanger! Aber nicht vom Partner
Nicht wissen, von welchem Mann das Kind ist, ist nicht nur für die werdende Mutter ein großes Dilemma. Auch die vermeintlichen Väter und die Kinder können sich früher oder später in einer verzweifelten Lage befinden. Maja Roedenbeck mit einem Plädoyer für die Flucht nach vorn ...

Sonntag, 27. März 2011

Psychosynthese <=> Astrosynthese


Paola Giovetti
Roberto Assagioli - Leben und Werk des Begründers der Psychosynthese
nawo Verlag 2007,199  S., geb., ISBN - 978-3-9522591-2-2, € 24.80, SFr. 39.– 
Die Biographie gibt Einblick in das Werden der Psychosynthese in der geistigen Landschaft und im historischen Umfeld der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts und läßt Assagioli als Wissenschaftler, als Psychotherapeut, als spirituellen Lehrer und als Mensch lebendig werden.

Inhaltsverzeichnis: Vorwort von Piero Ferrucci - Worte zur deutschen Ausgabe - Einführung: Im Arbeitszimmer von Roberto Assagioli - Vorwort “Eine alte Seele…” - Kurze Anmerkung für den Leser
1. Die Jahre der beruflichen Ausbildung: Kindheit und erste Jugend - Universitätsjahre - Die Psychagogik - Die Sexualfrage - Doktor der Medizin - Die Beziehungen zu C.G. Jung - »Psiche«
2. Die Jahre der Reife: Der erste Weltkrieg. Die Heirat und der Umzug nach Rom - Die Geburt der Psychosynthese - Religion, Esoterik und östliche Spiritualität - Das Institut für Kultur und psychische Therapie - Die Familie - Der zweite Weltkrieg. »Freiheit im Gefängnis« - Die Wiederaufnahme seines Schaffens - Der progressive Hebraismus - Ilarios Tod - Die Konsolidierung seines Werkes
3. Roberto Assagioli näher betrachtet: Interview mit: Luisa Lunelli, Donatella Ciapetti Assagioli, - Amedeo Rotondi, Sergio Bernardi, Sergio Bartoli, - Ferruccio Antonelli, Teresa D'Amico, Piero Ferrucci, - Bruno Caldironi, Massimo Rosselli, Andrea - Bocconi, Matilde Santandrea, Vittorio Arzilla, - Ada Cini, Susanne Nouvion, Peter De Coppens
4. Die letzten Jahre: Die fruchtbare Zeit des Alters - Roberto Assagioli bleibt alleine zurück - “Die Befreiung”
5. Lächelnde Weisheit
6. Die Biopsychosynthese
Anhang – Anmerkungen – Literaturliste - Adressen

Roberto Assagioli in diesem Blog


Bruno Huber (1930-1999)
1958-1962 Mitarbeiter Assagiolis; später Begründer des Astrologisch-Psychologischen Instituts (API), Zürich

Was ist Psychosynthese (und Was ist Astrologische Psychologie)
(Vortrag vom 14. Juni 1993 in Elba. Nach einer Tonbandniederschrift redigiert von Barbara Schmidt, Grenzach.)

Was versteht man unter Psychosynthese und woher kommt dieser Begriff?

Urheber der Psychosynthese ist Professor Roberto Assagioli, geboren in Venedig8, gestorben4. Er war Arzt und Psychiater und hat auch mit C. G. Jung zusammengearbeitet.

In der wissenschaftlichen Psychologie gibt es die bekannten Strömungen: die Psychoanalyse, die auf Freud zurückgeht, und die von C. G. Jung begründete Analytische Psychologie. Bereits in der Zeit, als Jung in Zürich Chefarzt war und Roberto Assagioli sein Assistent, fand er, dass die alleinige Betonung des Analytischen nicht ungefährlich ist. Er hatte sehr oft mit Menschen zu tun, die wie eine "mentale Stückesammlung" herumliefen. Sie hatten sich, wie Assagioli es ausdrückte, durch die Analyse zerlegen lassen.

Analyse

Analysieren heisst zerlegen, in Teile auflösen, um die Teile einzeln ansehen zu können. Assagioli fand, man müsse den Menschen in erster Linie zusammensetzen, und das, wenn möglich, richtig. Sein Gedanke war also antithetisch zu dem damals üblichen analytischen Arbeiten, um an die psychologischen Problemwurzeln heranzukommen. Natürlich ist erst einmal eine Analyse notwendig, doch muss dann auch die Synthese erfolgen …

In seiner Praxis fand er, dass zu viele Menschen, die durch Analysen gelaufen sind, danach als Persönlichkeiten wie zerbröckelt waren. Sie wussten um ihre einzelnen Qualitäten und Fertigkeiten und vor allem um ihre Probleme sehr detailliert Bescheid und konnten darüber reden. In den USA ist es heute noch durchaus üblich, dass man seine Komplexe im Partygespräch ausbreitet, seine Analyseresultate schön aufreiht, memoriert und genau sortiert. Das kann aber sehr gefährlich sein, wenn man dadurch mit seinen Komplexen nur herumspielt und ganz zufrieden ist, dass man auf eine ganz besondere Art komplexbeladen ist. Roberto Assagioli war wahrscheinlich der erste, der in der Psychologie ein holistisches, das heisst ganzheitliches Bild vom Menschen entwickelt hat. Darum war es ihm auch grundsätzlich immer darum zu tun, den Menschen zu einem funktionierenden und sich selbst genügendem Ganzen zusammenzufügen.

Analytische Astrologie

Wir haben heute eine Menge Astrologen, die die Psychologie benutzen, wobei es darunter immer noch antiquierte Leute gibt, die behaupten, Astrologie habe nichts mit Psychologie zu tun. Astrologie hat mit dem Menschen zu tun, ist für den Menschen da und hat folglich sehr wohl mit Psychologie zu tun.

Die meisten Astrologen, die sich der Psychologie bedienen, arbeiten analytisch, und das ist mit der klassischen, mittelalterlichen Astrologie relativ einfach. Es bietet sich deshalb an, weil sich alle Deutungen auf einzelne Stellungen konzentrieren und diese schlagwortartig erfassen. Diese alte klassische Technik gleicht im Wesentlichen dem, was heute der Computer macht. Jedes definierbare Detail wird analysiert und in einer Reihe von untereinander nicht verknüpften Einzelaussagen aneinander gehängt. Es ist zuweilen erschreckend, was dabei herauskommt. Das kann man in jeder schriftlichen Analyse, die aus dem Computer kommt, nachvollziehen. Man erkennt unüberblickbare Gegensätzlichkeiten, die bis zum Widerspruch gehen, und was geschieht damit? Nichts. Man hat das vor sich, was Assagioli als Stückesammlung bezeichnet hat, einen Haufen Einzelteile, die nicht zusammenpassen.

Synthese

Unsere astrologisch-psychologische Schule vertritt da einen anderen, den psychosynthetischen Standpunkt. Das hat zur Folge, dass wir in der Astrologie methodisch anders vorgehen müssen als bisher üblich. Wir versuchen grundsätzlich, das Horoskop als ganzes Bild zu erfassen und damit auch den Menschen als Ganzes zu verstehen. Natürlich gibt es auch in der Psychosynthese analytische Phasen, in denen versucht wird, einzelne problematische Bereiche zu den Wurzeln hin zu verfolgen, zum Beispiel zurück in die Kindheit. Aber das ist eben nur ein Teil der Therapie. Die Therapie der Psychosynthese arbeitet auf das Zusammenfügen zu einer Ganzheit des Menschen hin.

Wenn man einem Menschen zum ersten Mal begegnet, hat man eine Persönlichkeit vor sich, und hat von ihr einen ersten Eindruck. Manche hören auf diesen ersten Eindruck, andere nicht. Man sollte aber auf ihn vertrauen, denn er ist meist zutreffend.

Was ist dieser erste Eindruck? Er ist total, ganzheitlich und daher wohlproportioniert. Jeder Teil des Menschen der später unterscheidbar wird, hat seinen proportionalen Anteil und ist Funktion des Ganzen. Dies ist neuerdings in der alternativ denkenden Welt eine primäre Forderung, nämlich zunächst das Ganze zu sehen und zu verstehen. Zunächst soll man Teile, vielleicht weil sie einem besonders gut gefallen, nicht hervorheben und damit überbetonen.

Assagioli hat ein Buch herausgegeben, das eine Sammlung von Techniken, wie er es nannte, oder Methoden der Psychosynthese enthielt, und das sind recht viele. Diese Methoden stammen nicht alle von ihm selbst. Verschiedene hat er von anderen Spezialisten übernommen. Er selbst hat das Buch schon beim Entstehen nicht gemocht und später als "schlechtes" Buch bezeichnet, Und das, obwohl es sein Gedankengut enthielt und er im Laufe der Zeit diese Techniken auch sämtlich eingesetzt hat.

Keine Rezepte

Einer seiner Grundsätze war: es gibt kein Rezept dafür, wie man einen Menschen behandeln kann, sondern es gibt nur eine völlig individuelle Rezeptur. Man muss die Techniken, die für einen Fall die genau richtigen sind, unter den vielen möglichen finden und einsetzen. Und das hat Assagioli sehr konsequent verfolgt. Rezepturen zu verabreichen, war ihm ein absoluter Greuel. Seine Maxime war, auf den Menschen individuell einzugehen, ihn da abzuholen, wo er steht, und seine Sprache zu sprechen. Diese Formulierungen sind heute wohlbekannt, aber Assagioli war mit Sicherheit der erste, der das verlangt hat.

Von zentraler Wichtigkeit ist also: zuerst das Ganze sehen, und erst nachher jene Details betrachten, die sich im Bereich der Persönlichkeit eventuell als Probleme zeigen.

Mit seinen Fallgeschichten hat Assagioli sehr gut zeigen können, dass ein Problem meist nicht an einem einzigen Faden hängt, wie Analytiker sehr oft meinen. Sie gehen zu irgend einem Schlüsselerlebnis der Kindheit zurück und hängen daran dann alles auf. Assagioli bewies, dass das nicht richtig ist. Bestimmte Kindheitserlebnisse reihen sich im Laufe der Jahre wie eine Perlenschnur aneinander und ergeben zum Schluss so etwas wie einen Komplex. Diese Erlebnisse können völlig unabhängig voneinander sein, mit völlig verschiedenen Personen und Umständen zu tun haben, müssen kausal also gar nicht miteinander verknüpft sein. Dennoch arbeiten aber alle irgendwie ins selbe Loch und hinterlassen eine Wunde, die dann die Psyche, um sich zu schützen, abzukapseln und zu isolieren versucht …

Den ganzen Vortrag nachlesen im


Hans-Werner Bethke:

" ... Mit der Astrosynthese wird die Komplexität der Astrologie mit der Psychosynthese verbunden. Die astrologische Psychosynthese unterscheidet sich deutlich von der herkömmlichen Astrologie und der Unterhaltungs-Astrologie in den Zeitungen, Zeitschriften oder den sonstigen Medien.

Die Astrosynthese befasst sich nicht mit der Zukunftsdeutung, der Vorhersage zukünftiger Ereignisse. Vielmehr ist es Anliegen der astrologischen Psychologie (IFAP), den Individuationsprozess des Menschen sichtbar und bewusst zu machen. Jeder stellt sich irgendwann einmal die Frage, wer bin ich ? Dann entstehen verschiedene Antworten: ich habe einen Körper, ich nehme Gefühle wahr, mir schwirren Gedanken durch den Kopf, ich habe Rollen in meinem Leben zu spielen, ich habe Wünsche und Erwartungen. Und ich bin mehr als dieses alles zusammen. Es entstehen weitere Fragen: Woher komme ich? Wo gehe ich hin? Ich stelle fest, ich habe in mir eine Stimme, ein Licht, eine größere innere Führung - meine Seele? Es ist eine andere Ebene, die wirkt. Diese Ebene erfordert andere Fragestellungen und gibt andere Antworten. Hier bietet die Astrologie der Seele wertvolle Hinweise …

Entscheidend und gleichzeitig auch spannend ist es, dass jeder die für ihn wichtigen Antworten nicht in Büchern, im Horoskop oder beim astrologischen Berater findet, sondern in der eigenen Schatztruhe. Die Literatur, das Horoskop oder das zwischenmenschliche Gespräch sind geeignet, die Symbole auf den Landkarten zu entschlüsseln und die eigenen Suche erfolgreich zu gesatlten ... " (Astrosynthese-Portal)


Lebenshilfe
Neue Wege angesichts zunehmender psychischer Belastungen in unserer Gesellschaft
 
Die Aufgabe, Menschen in psychosozial bedingten Krisen zu helfen, ist in der heutigen Zeit immer wichtiger geworden. Die alten Konzepte der Medizin und Psychiatrie sind überfordert und überlastet. Die Mehrzahl der Hilfe suchenden Menschen braucht auch keinen Medikamentencocktail, sondern jemanden, der empathisch zuhört und kompetente Hilfestellung leisten kann.

Eine Vielzahl therapeutischer und beratender Berufe ist neu gefunden worden. Viele stützen sich auf die altbewährten Methoden nach Freud, Jung, Adler (Psychoanalyse, Tiefenpsychologie) und Rogers (Gesprächspsychotherapie).

Immer wird dort der Weg des Aufdeckens von Ursachen postuliert. Einige folgen bereits modernen lösungsorientierten Ansätzen, z.B. nach Friedmann (lösungsorientierte Kurztherapie), Transaktionsanalyse oder gehen systemisch vor.

Wäre es nicht schön, wenn man bereits vorbeugende Maßnahmen ergreifen könnte und im Vorfeld durch Selbsterkenntnis der eigenen psychischen Grundstruktur in der Lage wäre, sich bewusst auf sein eigenes Leben einzustellen und Chancen sowie Risiken im Vorfeld auszuloten und gleichzeitig eine seelisch-geistige Reifung zu erleben? Und wäre es nicht sinnvoll, wenn der Therapeut oder Berater einen solchen Weg für seine Klienten öffnen könnte?

Es gibt diesen Weg!

Seit Jahren systematisch erforscht und in tausenden von Fallbeispielen dokumentiert ist die Astrologische Psychologie (Huber Methode) so ein geeignetes Medium.

In dieser Arbeit werden die astrologischen Deutungskriterien nur insoweit berücksichtigt, als das sie psychologischen Erkenntnissen Stand halten. Es wurde eine ganz neue Psychologie geschaffen, die Astrologische Psychologie, im folgenden AstroPsychologie genannt. Hier werden auf der Grundlage nach Roberto Assagioli auch Erkenntnisse aus der Psychosynthese einbezogen, die den Menschen als ein höheres Wesen sieht, das mehr ist, als sein Körper, seine Gefühle und Gedanken. Ein Wesen das größer ist, als die Summe seiner Teile (Organe).

Und ganz sicher geht es NICHT um deterministische Ereignis-Vorhersagen, sondern um eigenverantwortliches, selbst bestimmtes Denken und Handeln. Der Mensch ist mehr als sein Körper und mehr als eine Folge von Ereignissen, die sein Leben zu bestimmen scheinen.

Genau wie der Durchschnitt der Laien den Heilpraktiker meistens als „Homöopathen“ bezeichnet (jeder Homöopath muss Heilpraktiker sein, aber nicht jeder Heilpraktiker ist Homöopath ...), so werden AstroPsychologen einfach mit der klassischen Astrologie in einen Topf geworfen, die in den meisten Fällen zum alten „Vorhersagemodell“ gehört.

Eine psychologische Astrologie ist ebenfalls nicht das Gleiche wie die astrologische Psychologie, denn in der pA wurden nur die alten Deutungselemente psychologisch angepasst und ergänzt.

AstroPsychologie ist etwas ganz Eigenes, eine in sich geschlossene Psychologie, gedacht für den Suchenden zur Selbsterkenntnis und zur Lebensberatung für andere!

Eine Ausbildung zum AstroPsychologischen Berater ist für interessierte Laien (als Selbsterfahrungsprozess) ebenso geeignet wie für alle Angehörigen von psychosozialen Berufen, Pflegeberufen, Gesundheits- und Lebensberater, Psychologische Berater, Heilpraktiker, Diplompsychologen und Ärzte (zur Intensivierung der beruflichen Kompetenz).Für diese Berufe ist es sogar besonders wichtig!

Fritz Riemann (Tiefenpsychologe und Analytiker) schrieb in deniger Jahren des letzten Jahrhunderts das Buch „Lebenshilfe Astrologie“ in dem er eindrucksvoll darlegte, wie nützlich, ja unersetzlich hilfreich das Kosmogramm (persönlich berechnetes Horoskop) für die Diagnose und Begleitung ist. Ebenso Thomas Ring, und C.G.Jung bezog die Archetypen (in Beschreibung der Tierkreiszeichen unter genauer Betrachtung der Kreuze und Elemente) bereits vor ihnen in seine Arbeit mit ein..

Im Kosmogramm sehen wir klar und deutlich, wie der vor uns sitzende Mensch als einzigartiges Wesen geschaffen ist. Risiken wie z.B. „Burn-Out“ oder Depression können wir lange im Vorfeld ausmachen. Allein durch diese Erkenntnis können beim Ratsuchenden Lösungsmöglichkeiten angestoßen werden, die durch Erkenntnisse, nicht zuletzt im spirituellen Bereich, gewonnen werden. So lassen sich „Stolpersteine“ zu Treppenstufen für die Persönlichkeitsentwicklung nutzen ...

Gabriele Vierzig-Rostek
Astropsychologin in Düsseldorf

Samstag, 26. März 2011

Sind wir wirklich genetisch vorbestimmt?

Dawson Church
Die neue Medizin des Bewusstseins - Wie Sie mit Gedanken und Gefühlen Ihre Gene positiv beeinflussen können
VAK Verlag, 384 S., 110 Fotos und Abbildungen, Ppb., ISBN 978-3-86731-017-8, 22 EUR
Unsere Gene sind kein Schicksal, das berichtete im April 2007 das bekannte Magazin GEO. Im Gegenteil: Jedes einzelne Gen verfügt über Schalter, wodurch es an- oder ausgeknipst werden kann.

Die größte Überraschung aber ist: Die sogenannten epigenetischen Marker lassen sich über unser Bewusstsein verändern und sogar an die nächste Generation vererben. Diese neue Medizin des Bewusstseins konnte wissenschaftlich belegt werden und bedeutet: Nicht die unveränderlichen Gene bestimmen Aussehen, Persönlichkeit und Krankheitsrisiken, sondern die epigenetischen Schalter, die wir selbst positiv beeinflussen können: Unser Denken, unsere Gefühle, unser Lebensstil – von Affirmationen, über Beten und Meditieren bis hin zur populären Klopfakupressur – wirken bis in die Gene und können für Veränderung genutzt werden.

Dieses Buch vermittelt Hintergrundwissen verständlich und pointiert und stellt außerdem verschiedene Möglichkeiten vor, die uns dabei helfen, epigenetisch günstige Bedingungen zu schaffen und so Meister unserer Gene zu werden.

Inhaltsverzeichnis (Auszug)
Eine neue Medizin am Horizont
Von der Genforschung zur Therapie - Der Tanz der Gene und Neuronen  - Das Dogma des genetischen Determinismus - Der Untergang eines Dogmas  - Die innere und die äußere Umgebung  - Ihr Körper liest Ihre Gedanken - Der Prozess der Genexprimierung  - Epigenetik: Signale von außerhalb der Zelle  - Von intuitiver zu wissenschaftlicher Erkenntnis

Regie führen Sie selbst
Die DNA ist nicht Ihr Schicksal  - Epigenetische Veränderung braucht günstige Bedingungen - Stress in der Kindheit – Krankheit im Erwachsenenalter  - Sie sind Regisseur Ihrer Gene  - Überzeugungen und die Biochemie - Aus Psychologie wird Physiologie - Die Wirkung von Gebeten  - Gutes zu tun tut Ihnen gut - Sieben Minuten für Spiritualität  - Vom Nutzen der Meditation - Visualisieren als epigenetische Selbsthilfe - Auf die Einstellung kommt es an - Wie Stress Ihrer Gesundheit schadet - Wie Sie Ihre Gene dirigieren können

Ihr Erbgut und was Sie daraus machen können
Neue Erkenntnisse durch Genchips - Verschiedene Arten von Genen - Immediate Early Genes  - Verhaltensabhängige Gene - Erfahrungsabhängige Gene - Wenn in Muskeln ein Trauma gespeichert ist - Wie Erinnerungen sich verändern lassen - Warum Sie selbst Designer Ihres Gehirns sind  - Wie Sie Wohlbefinden kreieren können

Die Elektrizität des Körpers …
Das Bindegewebe – ein Netzwerk für Kommunikation …
Bewusstsein als Medizin …
Mit Überzeugung die Gene beeinflussen …
Die Quantenphysik und die Fernheilung …
Wirkt Bewusstsein jenseits von Zeit und Raum? …
Geheilt wie durch ein Wunder …
Alternativen zu teurer Therapie: Energy Psychology …
Wie die Bewusstseinsmedizin allmählich zur Regel wird …
Der gesellschaftliche Kontext der neuen Medizin …
Die Krise des konventionellen Gesundheitssystems …
Zehn Prinzipien der epigenetischen Medizin …
Die Nutzanwendung der epigenetischen Medizin …



Die Entdeckung und Beschreibung der menschlichen DNA bereitete den Weg für das unumstößliche Dogma, dass jegliche physischen und psychischen Merkmale, die Veranlagung für bestimmte Krankheiten bis hin zur Lebenserwartung, genetisch vorbestimmt seien. Die Zwillingsforschung belegt jedoch, dass Menschen mit identer genetischer Veranlagung keineswegs immer denselben Gesundheitszustand aufweisen. Seit Jahrzehnten beschäftigen sich Pioniere der neuen Medizin, Biologie und Neurowissenschaften mit Geistheilung, der Wirkung von Meditation und Gebet, schamanischen Heilungen und ähnlichen Phänomenen. Was die Schamanen immer wussten, kann die Wissenschaft nun auch beweisen: das Universum besteht aus Energie und mit unseren Überzeugungen, Gedanken und Gefühlen wirken wir ständig auf unsere Umwelt und unseren Körper - bis zu unseren Genen, ein. Wie das funktioniert und wie wir diese Erkenntnisse am effektivsten für uns nutzen können, beschreibt Dawson Church in diesem Buch ...

Samstag, 19. März 2011

Kinder psychisch kranker Eltern

Sigrun Eder, Petra Rebhandl
Annikas andere Welt

Edition Riedenburg, Salzbug 2011, Pb., ca. 120 S., zahlreiche farbige und s/w-Illustrationen von Evi Gasser; etliche Arbeitsblätter für Kinder, ISBN 978-3-902647-35-1; EUR 19,90 [D], EUR 20,50 [A]
Sind Erwachsene psychisch krank, dann leiden sie vorwiegend an Ängsten, Depressionen, Manien, Essstörungen, Suchterkrankungen, Schizophrenien oder Zwängen. Bei zunehmendem Problemdruck verdichten sich Suizidgedanken und Selbsttötungsversuche häufen sich.

Für Partner und Angehörige stellt die Bewältigung des Alltags mit psychisch Kranken eine enorme Belastung dar, wobei das Zusammenleben infolge ausbleibender Krankheitseinsicht und Behandlungsbereitschaft zusätzlich erschwert wird. Richtig kompliziert wird es, wenn psychisch kranke Erwachsene minderjährige Kinder haben. Denn die psychische Krankheit erzeugt Unklarheit, Ängste, Schuldgefühle und verändert die Eltern-Kind-Beziehung meist ungünstig, weil Kinder oftmals vernachlässigt werden, seelische Gewalt erleben, einem Geheimhaltungsgebot ausgesetzt sind oder aufgrund stationärer Aufenthalte und Fremdunterbringung von ihren Bezugspersonen getrennt werden. Nicht selten wird dadurch die gesunde psychische Entwicklung eines Kindes maßgeblich gefährdet.

Das Sachbuch „Annikas andere Welt“ teilt sich in drei Abschnitte: Im ersten erhalten Kinder Informationen über die psychische Krankheiten der Eltern, deren Anzeichen und Auswirkungen auf sie selbst, die Eltern-Kind-Beziehungen sowie das Familienleben. Auch werden Ideen vermittelt, wie Kinder Gleichaltrigen die Krankheit erklären und wie sie selbst damit besser klarkommen können. Zahlreiche Arbeitsblätter laden zusätzlich zur Selbstreflexion, zum Entdecken eigener Fähigkeiten und Bewältigungsstrategien sowie zur Entwicklung eines differenzierten Familienbildes ein. Die Unterlagen im Buch eignen sich auch für die psychologische, psychotherapeutische, ärztliche und pädagogische Begleitung.

Im zweiten Teil bekommen Eltern, Angehörige und psychosoziale Helfer Informationen zum kindlichen Erleben, Folgeproblemen, Risikofaktoren, Fremdunterbringung und wie sie trotz Krankheit gut für ihre Kinder sorgen können.

Für PsychologInnen und PsychotherapeutInnen? finden sich im dritten Abschnitt Anregungen für die Arbeit mit psychisch kranken Eltern und deren Kinder.

 

Samstag, 16. Januar 2010

Alkohol mit zwölf - und dann?

Steffen Flügler
Treppe in die Dunkelheit - Eine Suchtgeschichte
Books on Demand, Ppb., 240 S., ISBN 978-3-8370-8115-2, 14.95 Euro
Dieses Buch basiert auf der authentischen Geschichte des Autors. Es beschreibt seine über 17 Jahre dauernde Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Alles beginnt mit einem Bier, das der damals Zwölfjährige dazu benutzt, um sich Mut anzutrinken. Seinen dramatischen Höhepunkt findet diese Geschichte, als sich der dann 29-jährige, einem letzten Kampf gegen die Sucht in einem Krankenhaus stellt.
Die beschriebenen Gefühle, Ausdrucksweise und Jargon der Drogenszene verleihen diesem Buch höchste Authentizität und sprechen den Leser unmittelbar an.
Jedes Kapitel wird durch ein Zusatzkapitel ergänzt, das schon fast poetisch nuanciert wirkt. Es zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und vermag der Sucht, durch seinen metaphorischen Stil, eine Gestalt zu geben.
Der Autor: Steffen Flügler wurde am 27.02.1966 in Mannheim geboren. Von seinem 12. bis 29. Lebensjahr war er alkohol- und drogenabhängig. Danach arbeitete der Autor als Verkäufer und später sieben Jahre als gewerbliche Führungskraft in der Logistikbranche. Während dieser Zeit versuchte er immer wieder als Musiker, Songwriter, Manager, Schauspieler oder Stuntman im Showgeschäft Fuß zu fassen. Nach einem 30-monatigen Studium, erhielt er im November 2008 die Zulassung zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie und schrieb im gleichen Jahr das Buch „Treppe in die Dunkelheit“. Seit 2009 arbeitet Steffen Flügler psychotherapeutisch in einer Praxisgemeinschaft, als Dozent, Schriftsteller und hält Suchtprävention an Schulen.
Buchbesprechung und Interview mit dem Autor in unserem Ratgeber Kinderbuch

Freitag, 11. Dezember 2009

Carl Gustav Jung

Jung heute
Mit ca. 40 farbigen Fotos von Dieter Klein, 120 S., Format (A4), Paperback-Umschlag, Vierfarbig, ISBN 978-3-937907-30-7, 19,80 EUR
Nach der ersten „Spurensuche" im Jahre 2004 können wir Ihnen mit diesem Buch weitere 19 Autorinnen und Autoren vorstellen, deren Arbeit sich mit der Analytischen Psychologie beschäftigt. Eine spannende Themenvielfalt erwartet Sie auf den folgenden Seiten - die Fortsetzung von „Auf den Spuren von C. G. Jung". Wir hoffen auch im Jahre 2009 diese Schriftenreihe fortsetzen zu können. An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Autorinnen und Autoren für Ihre wertvolle Arbeit, die dieses Projekt erst ermöglicht hat. Es war für uns überraschend, wie vielseitig das Interesse an der Analytischen Psychologie ist. Dieses neue Netzwerk wollen wir weiter ausbauen.
Autoren und Themen:
Die Arbeit mit dem Unbewussten messbar machen. Maja Storch, Universität Zürich
Individuation nach C.G. Jung und „Initiatische" Systemaufstellung. Beobachtungen aus einer psychiatrisch-systemtherapeutischen Praxis. von Dr. med. Ernst Robert Langlotz, München
Analytische Psychologie und Naturphilosophie. Thomas Arzt
Der Schritt von der Vier zur Fünf. Herbert van Erkelens
Die Entscheidung. Sylvia Simon
Ambiguität des Psychischen. Die Mehrdeutigkeit archetypischer Bilder. H.M. Emrich
Mythische Urbilder in der Kunst von Niki de Saint Phalle. Georg Franzen
Tiere als Begleiter in der analytischen Psychotherapie. Elisabeth Frick Tanner
Es wird etwas gesehen, aber man weiß nicht, was es ist - Divergenz und Konvergenz des Selbst. Gerhard Burda
ICH schwarz auf weiß. Autobiografisches Schreiben als narrative Identitätsfindung. Gabriele Deutschmann-Tiedtke
Die Katastrophen in uns und die Katastrophen um uns. Franz Alt zum 125. Geburtstag von C.G. Jung
Die Relevanz der Archetypenlehre C.G. Jungs für den Schulunterricht heute. Annette Meier-Eberhardt
Die Gnosis - eine Vorform des Individuationsprozesses. Einige Überlegungen über die Irrfahrten der Gnosis bis in heutige Zeit. Henning Weyerstraß
ALLES HAT SEINE ZEIT ... Analytische Psychologie in der astrologischen Praxis. Karin Spannagel
Der Stein des Weisen: Kundalini-Yoga und Analytische Psychologie. Walter Schwery
C. G. Jungs Modell der Analytischen Beziehung als moderner Entwurf. Irene Bischof
"Mit etwas mehr Verständnis für die Psyche wären wir heute nicht in solchen Schwierigkeiten" Christina Pautsch im Gespräch mit Dr. Thomas B. Kirsch
Mal Grünes mal Gelbes. Ulrike Krebs
Hochzeit. Silvia Leifheit mit einem Kommentar von Henning Weyerstraß
Leseprobe: "... 1875 ... Es sind die Jahre, in denen die Glühbirne erfunden wird und das Telefon. Die Kolonien der Weissen breiten sich gierig aus. Darwins Lehre wird diskutiert. Wagner konzipiert sein "Gesamtkunstwerk", und während Böcklin seine mythologischen Szenen malt, nennt Monet eines seiner Bilder einfach "Impression". Rilke kommt 1875 zur Welt - auch er verschreibt sich, als Dichter, dem seelischen Weltinnenraum. Als Carl Gustav Jung am 26. Juli in Kesswil, im Kanton Thurgau, als Sohn des evangelisch-reformierten Pfarrers Johann Paul Achilles Jung (1842-1896) und seiner Ehefrau Emilie Preiswerk (1848-1923) geboren wird, ist Sigmund Freud neunzehn Jahre alt; Marx hat „Das Kapital" bereits zu veröffentlichen begonnen. Einstein wird vier Jahre, Hitler vierzehn Jahre nach ihm zur Welt kommen. Das Werk und die Gestalt Carl Gustav Jungs ragen so unmittelbar in die Aktualität der Gegenwart, dass es die kleine Mühe lohnt, sich zu vergegenwärtigen, dass er in einer Zeit zur Welt kam, als so manches von dem, was unserer westlichen Zivilisation inzwischen selbstverständlich geworden ist, eben erst in den Alltag einzufließen begann. Und der junge Carl wächst auf dem Lande auf, wo die Zeit noch etwas zähflüssiger zu sein scheint: Es ist dieses schweizerisch protestantische Landleben in einem Pfarrhaus, das seine frühen Jahre nachhaltig prägt. Die Familie Jung stammt ursprünglich aus Mainz. Carl Gustav Jung, der 1864 verstorbene Großvater, ist als Achtundzwanzigjähriger in die Schweiz gezogen und auf Empfehlung von Alexander von Humboldt 1822 an die Universität Basel berufen worden. In der Familie wird die Legende tradiert, dieser berühmte, gleichnamige Grossvater, dem sich Jung sehr nahe fühlte, sei ein natürlicher Sohn Goethes gewesen. Jungs Mutter stammte aus Basel. Durch ihre Familie ist Jung über fünf Jahrhunderte zurück im schweizerischen Volkstum verwurzelt. Ihr Vater, Samuel Preiswerk, war ein bedeutender Theologe und Hebraist, der auch mit Geistern Umgang pflegte. Seine zweite Frau, Jungs Großmutter, hatte, nachdem sie als Achtzehnjährige 36 Stunden lang scheintot gewesen war, das ?zweite Gesicht". Mediale Begabung, ebenso wie Theologie, Medizin und Naturwissenschaften, also jene Bereiche, die sich in Jungs späterer Ausrichtung auf die Psychiatrie kreuzen, haben in der Familie Tradition.
Ein halbes Jahr nach seiner Geburt zieht die Familie vom Bodensee in die Nähe des Rheinfalls, nach Laufen. Jungs früheste Erinnerungen sind hier angesiedelt. Neun Jahre lang, bis zur Geburt seiner Schwester, wächst Carl als Einzelkind auf ... "

Auf den Spuren von C. G. Jung - Ein Bildband mit Textbeiträgen von 23 Psychologen, Wissenschaftlern und Künstlern
deutsch/englisch. Dieter Klein, Fotografie - Henning Weyerstraß, Text und Koordination, 176 S., Ganzleinen, Format 22,5 x 32 cm, ISBN 978-3-937907-00-0, 98,00 EUR
...Eine der einducksvollsten Erfahrungen war die letzte Fahrt nach Zürich, bei der wir unsere Bildmaterialsammlung abschliessen wollten. Es war eine besondere Situation, als wir am Ende eines arbeitsreichen Tages und reichlich Motiven in der Bibliothek von C. G. Jung standen und mein Blick auf ein einzigartiges Buch inmitten der unendlich vielen Bücher in den Regalen fiel. Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, es hervorzuziehen und vorsichtig zu öffnen. Die Seite die ich aufschlug, können Sie auf der vorhergehenden Seite unseres Buches betrachten. Mir fiel gleich dieses kleine Lesezeichen auf, das C. G. Jung mit der Abkürzung “Symb” mit Bleistift beschrieben hatte. Die Stelle ist auch genau die, die uns über eine wesentliche Erkenntnis der Alchemisten aufklärt: Habentibus symbolum, facilis est transitus. – Für diejenigen, welche das Symbol besitzen, ist der Übergang leicht. Ein echtes “verbum magistri” des Alchemisten Mylius aus der “Philosophia Reformata”.
Welch eine schöne Begegnung! Das Buch war wohl zuletzt an dieser Stelle von C. G. Jung selbst bearbeitet worden. Man sieht noch die mit Bleistift unterstrichenen Textstellen.
Für mich war dies der aufschlussreichste Spurenfund, der hier einmal seine ganze Ästhetik und Dynamik entfalten darf. Wir bedanken uns an dieser Stelle recht herzlich für die freundliche Hilfe der Familie Jung bei unserer Spurensuche...
Leseprobe: " ... Maja Storch: Interview
... Frau Storch, warum werden im Moment so viele Menschen auf die Tiefenpsychologie aufmerksam?
(lacht) Ja, das ist sehr schön für uns JungianerInnen. Man kann von einer wahrhaftigen Renaissance des Unbewussten sprechen! Dies liegt aus meiner Sicht an zwei Komponenten: an den Ergebnissen der Neurobiologie und an den Forschungen zu automatischen, unbewusst verlaufenden Prozessen in der akademischen Psychologie.
Können Sie uns das erläutern?
Gerne. Die Tiefenpsychologie hatte aus der Sicht der Wissenschaft lange Jahre grosse Mühe damit, das Unbewusste empirisch erforschbar zu machen. Über Fragebogenverfahren wurde man seiner nicht habhaft, denn das Unbewusste ist ja per definitionem dem Menschen nicht bewusst und darum kann er auch keine Auskunft darüber geben. Darum wurde es in der akademischen Psychologie ausgespart, um nicht zu sagen tabuisiert. Die Neurobiologie hat dabei geholfen, die Existenz unbewusster Prozesse empirisch nachzuweisen. Damit ist das Unbewusste jetzt auch an den Universitäten salonfähig geworden. Aber auch die akademische Psychologie war nicht untätig in den letzten Jahren ... "

Zu beiden Büchern und mehr auf diesen Webseiten

Dienstag, 8. Dezember 2009

Carl Gustav Carus

Volker Fintelmann (Hg)
Kay Henning Brodersen, Moritz Lukas, Philipp Lukas
Carl Gustav Carus - Begründer einer spirituellen Medizin und ihre Bedeutung für das 21. Jahrhundert
Verlag Johannes M. Meyer, 200 S., 16 farbige Abb., Klappenbroschur, ISBN 978-3-932386-78-7, EUR 22,00 (D), EUR (A) 22,80, sFr 39,50
Als Arzt, Wissenschaftler und Künstler ist Carl Gustav Carus (1789-1869) heute praktisch unbekannt.
Er lebte und wirkte zur Zeit der aufkommenden, heute die Medizin prägenden Naturwissenschaft und im Übergang einer ausklingenden Medizin, die ihre Wurzeln auf Hippokrates zurückführte.
Carus stellte sich gegen die sich immer nachhaltiger verbreitende Auffassung, Krankheit werde im Organismus von äußeren Faktoren wie Erregern, Vergiftungen oder Traumata ausgelöst. Für ihn bilden Veränderungen der normalen – gesunden – Bedingungen im Organismus die eigentliche Ursache des Krankseins. Er vertrat zudem die Überzeugung, dass eine naturwissenschaftliche Medizin nur dann existieren kann und dem Menschen zugleich auch gerecht wird, wenn sie das hinter der Schöpfung stehende Geistige, ja Göttliche in der Welt zu ihrem wissenschaftlichen Anteil macht. Die beiden großen Lebensgebiete des sinnlich Wahrnehmbaren und des übersinnlich Existenten und Erfahrbaren mussten sich in der von Carus gelebten und gelehrten Medizin als zwei gleichermaßen unverzichtbare Anteile der ganzen Wirklichkeit ergänzen.
Die Medizin hat im 20. Jahrhundert auf der Basis naturwissenschaftlicher Erkenntnisse enorme Fortschritte gemacht, vor allem mit Blick auf das Verständnis und die Differenzierung von Krankheiten, aber die Menschheit ist heute mit Sicherheit nicht gesünder, auch weil das Bewusstsein, was Gesundheit eigentlich sei und was diese befördert, selten so wenig ausgeprägt war wie in unserer Zeit. Deshalb verwundert es nicht, dass nun im Anfang des neuen Jahrhunderts zwei Gesichtspunkte im Bereich der medizinischen Wissenschaft und des öffentlichen Gesundheitswesens hervorgehoben werden: Es ist zum einen das Wissenschaftsgebiet der Salutogenese, zum anderen die Forderung nach mehr Eigenverantwortlichkeit des einzelnen Bürgers.
Kann die Wissenschaftsmedizin des 21. Jahrhunderts von dem herausragenden Arzt und Wissenschaftler Carl Gustav Carus Anregungen empfangen? War er ein letzter Vertreter der sogenannten »Humoralpathologie«, oder sehen wir in ihm den »Vorläufer« einer Richtung, die einmal die naturwissenschaftliche Methode in der Medizin durch Spiritualität so ergänzen kann, dass sie dem ganzen Menschen gerecht wird? Finden sich Elemente in seinen Darstellungen, die unserer Medizin fehlen und die zugleich dringend in sie integriert werden müssten? Gibt es Richtungen und Bereiche in der heutigen Medizin, die die Anregungen oder auch Forderungen von Carus bereits in sich aufgenommen haben?
Fragt man also letztlich nach der Bedeutung dieses Mannes, so ist die Antwort klar:
Er ist der Vorläufer und Wegweiser einer Medizin, in der sich naturwissenschaftliche Erkenntnismethode mit spiritueller Auffassung des Menschen zur Einheit verbinden.

Inhalt
Carl Gustav Carus – Vorläufer einer spirituellen Medizin
• Im Anbruch der naturwissenschaftlichen Medizin • Die Ganzheit bestimmt die Summe der Teile im Organismus • Zum Verständnis von Gesundheit und Krankheit • Heilmethoden
• Reformen des Gesundheitswesens und der ärztlichen Ausbildung • Medizin im 2I.Jahrhundert
Der Universalist Carl Gustav Carus
• Jugend • Studium und Abschlüsse • Frühe ärztliche Tätigkeit • Wachsender Bekanntheitsgrad • Am sächsischen Hof • Im Deutschland der Revolution • Alter und Einsamkeit • Späte Würdigung
Ausblick

Zen für Menschen mit lebensbedrohenden Krankheiten

Arndt Büssing
Regen über den Kiefern - Zen-Meditation für chronisch Kranke und Tumorpatienten
Mit einem Geleitwort des Dalai Lama, 160 S., geb., ISBN 3-932386-48-5, EUR 18,80 (D), EUR 19,50 (A), sFr 34,10
Wenn man mit einer lebensbedrohenden Erkrankung konfrontiert ist, wird man erschreckend auf die eigene Endlichkeit gestoßen. Was ist der Sinn hinter allem? Was ist der Mittelpunkt in meinem Leben? Was man auch tut, nur nicht den klaren Blick auf die einfache Feststellung verlieren: Das bin ich, ob mit oder ohne Krankheit! Lausche in Ruhe! Schon immer haben sich Menschen in die Stille zurückgezogen, wenn für sie wichtige Entscheidungen anstanden; Zeit zum Reifen!
Patienten mit bösartigen Tumoren oder anderen chronischen Krankheiten fühlen sich mit ihren Fragen und Ängsten häufig allein gelassen. Von ärztlicher Seite können außer oft zerstörenden Therapieversuchen kaum hilfreiche Angebote gemacht werden, die den Kranken in seiner Lebenssituation unterstützen.Wie kann man in dieser biographischen Ausnahmesituation damit umgehen, dass das Leben anders zu verlaufen scheint als geplant?
Dieses Buch gibt keine Ratschläge, wie man den »aufgezwungenen Kurs« verändern kann, und es verspricht auch keine »Heilung«. Die Beiträge namhafter Meditations-Lehrer sowohl westlicher als auch östlicher Prägung ermutigen aber Patienten und ihre Angehörigen, den eigenen Schritten im Leben zu trauen. Sie geben – was in einer solchen Situation von elementarer Wichtigkeit ist – konkrete Anregungen, mit der Verunsicherung umzugehen, und leiten einfühlend an, die Achtsamkeit den »alltäglichen Dingen« gegenüber wieder zu entdecken und die eigene Lebensgestaltung neu zu orientieren.
Was man auch tut, nur nicht den klaren Blick auf die einfache Feststellung verlieren: Das bin ich – ob mit oder ohne Krankheit. Lausche in Ruhe!
Der Zen-Weg ist ein spiritueller Weg, der für jeden offen ist, gleich welcher Rasse, Nationalität, Geschlecht oder Religions-Tradition man angehört. Jeder kann diese unterschiedlichen Meditationen ausprobieren. Oft sind es auch nur einzelne Sätze oder Worte, die im Patienten etwas Ausschlaggebendes zum Klingen bringen.
Aus dem Geleitwort: »Krankheit, Leiden und Tod sind Teil der Realität der menschlichen Existenz. Es wäre genauso töricht vorzugeben, man sei nicht krank, wenn man es doch ist, oder man werde niemals sterben, wie es auch töricht ist, die Möglichkeit zu leugnen, jemals gesund zu werden.
Als menschliche Wesen wünschen wir uns alle Glück und versuchen, Leiden zu vermeiden. Einer der Hauptgründe hierfür ist unsere geistige Haltung. Physische Gesundheit ist eng verbunden mit der Haltung des Geistes. Wissenschaftliche Experimente haben gezeigt, daß ein stabiler und ruhiger Geist grundlegende physische Funktionen, wie die Verdauung und den Schlaf, verbessert. Wenn jemand andererseits mental erschöpft ist, dann können ihn sogar die Freunde, Komfort und Reichtum nicht glücklich machen.
Unsere Grundeinstellung dem Leiden gegenüber entscheidet ganz wesentlich darüber, wie wir es erfahren. Stellen Sie sich zum Beispiel zwei Menschen vor, die einen identischen Tumor im Endstadium haben. Einzig ihre Haltung dazu unterscheidet sie. Einer sieht den Tumor als etwas an, das man annehmen und, wenn möglich, in eine Gelegenheit umwandeln muss, innere Stärke zu entwickeln. Der oder die andere reagiert auf diese Lage mit Furcht, Verbitterung und Angst vor der Zukunft. Auch wenn allein auf der symptomatischen Ebene kein Unterschied zwischen den beiden hinsichtlich ihrer Krankheit besteht, so gibt es doch einen wesentlichen Unterschied bei der Wahrnehmung ihrer Krankheit auf mentaler Ebene. In letzterem Falle kommt zum physischen Leiden noch der Schmerz des inneren Leidens hinzu.« Der Dalai Lama

Mit Beiträgen von
• Niklaus Brantschen
• Arndt Büssing
• Der Dalai Lama
• Dae-Haeng Keun Sunim
• Joan Halifax
• Albert Low
• Heinz-Jürgen Metzger
• Fumon S. Nakagawa
• Roland Rech
• Seung Sahn
• Randall Weingarten
• Dagmar Doko Waskönig
• Michael Wenger
• Sylvia Wetzel

Ein Mönch fragte einen Zen-Meister: »Wie kann ich die Hitze des Sommers und die Kälte des Winters vermeiden«? »Gehe dorthin, wo es keine Hitze des Sommers und keine Kälte des Winters gibt«! »Und wo ist das«?, fragte der Mönch. »Wenn es heiß ist, schwitze, wenn es kalt ist, friere«, antwortete der Meister.
»Ich habe keinen Zweifel daran, dass jeder, der sich aufrichtig bemüht, Meditation zu praktizieren, so wie sie in diesem Buch vielfältig beschrieben ist, mit einem größeren Gefühl inneren Friedens und mit Stärke belohnt wird.« DER DALAI LAMA

Dienstag, 1. Dezember 2009

Begleitetes Malen mit Kindern - pädagogisch, medizinisch, psychologisch

Christina Studer
Kinderwerkstatt Malen - Mit Kindern auf dem Weg der eigenen Bilder
128 S., Ca. 80 farbige Reproduktionen von Kinderzeichnungen, geb. Pappband, ISBN 978-3-85502-877-1, EUR D 19.90, CHF 34.90, EUR A 20.50
Auf der Grundlage ihrer mehr als 20-jährigen Erfahrung hat die Autorin das begleitete Malen mit Kindern weiterentwickelt und reiche Erfahrung damit gesammelt. Anhand konkreter Beispiele schildert sie, wie sie in ihrer pädagogischen Arbeit den unausgesprochenen Fragen der Kinder nachspürt und zusammen mit ihnen und ihren Bildern nach ureigenen Antworten sucht. Entscheidend ist dabei die Grundhaltung: Statt sich dem Kind gegenüberzustellen, setzt sie sich mitfühlend und zuhörend neben das Kind. So werden dessen Botschaften verständlich, ohne dass seine Bilder psychologisch interpretiert werden.
Kurze kommentierende Zwischentexte geben Hinweise auf die pädagogischen Zusammenhänge und Hintergründe. Vielfältige Bezüge zur Erlebniswelt des Kindes und zur Dynamik in der Familie lassen die Lektüre zu einer Reise zu den eigenen kindhaften Seiten werden. Ein Buch für alle Pädagogen und Pädagoginnen wie auch für alle Eltern, die eine wahre Begegnung mit ihren Kindern suchen und sie auf ihrem eigenen Weg begleiten wollen.
Aus dem Inhalt: Der Malraum – eine vorbereitete Umgebung. Kinder in die Stille führen. Pädagogik – Ein Weg der Loslösung. Von der kindlichen Fähigkeit, glücklich zu sein. Konfliktbewältigung durch Kommunikation. Vom Aufbau einer Beziehungsbrücke. Heilender Humor. Überlebensstrategien. Der Weg aus Angst und Enge. Ausgrenzung und Integration. Die Familie als Beziehungsnetz. Unerwünschte Sehnsucht und eingeschlafene Träume
Rezension im malen-befreit-Blog (Auszug): " ... Ein wunderschön gemachtes Buch aus der Praxis ... Bilder können als Medizin wirken, ein asthmakranker Junge findet über einen Asthmakiller hin zu seinem wirklichen Sinnbild, einem Wal. Auf zwölf aneinander gefügten Blättern entsteht ein großer Wal, der eine kräftige Fontäne aussprudelt und so seinem kleinen Maler den Weg zeigt, mit dem Asthma besser umzugehen ... " Zur Rezension ... Webseiten der Autorin