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Samstag, 7. Mai 2011

Tabuthema (Jugend)-Depression

Silvia Kirschner
Die Geschichte eines Mädchens - Wie eine Jugendliche ihre Depressionen überwindet
Books on Demand, 88 S., Ppb., ISBN 978-3-8370-6348-6, € 9,95
Mit Tränen, die vor Kummer nicht ans Tageslicht kommen, mit Gefühlen, die im Dunkeln verschlossen bleiben, hat Maria zu kämpfen. Von Kindheit an muss sie immer wieder düsteren Stimmungen widerstehen. Maria verdrängt diese, um ihrer Familie und ihren Freunden weiterhin das immer lustige und einfallsreiche Mädchen vorzuspielen, das alle so lieben. Doch die Schauspielerei zehrt an ihren Kräften. Immer öfter wird sie nun auch von körperlichen Problemen heimgesucht, deren Ursachen unklar bleiben. Der wahre Grund: Maria leidet an chronischen Depressionen. Schließlich versucht sie den Druck auf ihrer Seele zu kompensieren und es kommt so, wie es wohl kommen musste: sie fügt sich selbst Verletzungen zu ...
Die Autorin Silvia Kirschner, geboren 1980 in Oberösterreich, erzählt in dem aktuellen Werk "Die Geschichte eines Mädchens" eine wahre, ihr zugetragene Leidensgeschichte, die sich besonders durch den kulturellen Wert ihrer Botschaft auszeichnet. Die dreifache Mutter berichtet mittels Erzählungen und auch Tagebuchausschnitten über tiefgründige Details der leider immer häufiger auftretenden Bevölkerungskrankheit: der Depression.

im Blog der Autorin

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Anthroposophisch orientierte Psychotherapie

Markus Treichler
Sprechstunde Psychotherapie. Krisen - Krankheiten an Leib und Seele - Wege zur Bewältigung
geb., 544 S., ISBN-10: 3-8251-7477-8, ISBN-13: 978-3-8251-7477-4, 25,00 EUR
- vollständig überarbeitet, aktualisiert und wesentlich erweitert
- fachlich fundiert und leicht verständlich zugleich: ein Buch für Betroffene, Patienten und Angehörige, für Pflegende und Ärzte und Therapeuten
- Erweiterung des Themenspektrums um immer häufiger auftretende psychosomatische und psychiatrische Krankheitsbilder: Stressbedingte psychosomatische und somatische Erkrankungen, z. B. Burn-out-Syndrom, Chronisches Müdigkeitssyndrom, Persönlichkeitsstörungen, z.B. Borderline-Syndrom
- Krebs und Psyche
- salutogenetische Gesichtspunkte: Vorbeugung gegen Erkrankungen
- Wege aus der Krankheit
- anthroposophische Psychotherapie
- umfassender Überblick über alle wichtigen psychosomatischen und psychiatrischen Krankheitsbilder
Inhaltsverzeichnis: Seelische Risikofaktoren in unserer Zeit - Der Mensch und seine Krankheiten - Der Mensch und seine Beziehungen - Biografie und Entwicklung - Krankheitsbilder aus der Psychosomatik - Anorexie und Bulimie - Asthma - Rheuma - Krebs und Psyche - Ängste und Phobien - Persönlichkeitsstörungen - Borderline-Syndrom - Depression - Neurosen und Psychosen - Burn out Syndrom - Müdigkeitssyndrom - Posttraumatische Belastungsstörung - Salutogenese - Von der Physiologie zur Psychologie der Organe - Psychiatrische Krankheitsbilder - Was erleben depressive Menschen? - Psychotherapie und Anthroposophie

Sonntag, 8. November 2009

Neues Modell: Entstehungsbedingungen von Depressionen

Bernhard J. Mitterauer,
Narziss und Echo - Ein psychobiologisches Modell der Depression
Springer Verlag 2009, 233 S., Softcover, ISBN: 978-3-211-99139-8, 29,95 €
Die Depression ist eine schwere, weltweit auftretende Erkrankung, deren Entstehungsbedingungen noch immer nicht hinreichend geklärt sind. In diesem Buch wird ein neues Modell vorgestellt, das sowohl die psychologischen als auch die biologischen Entstehungsbedingungen zu erklären versucht. Demnach ist für die Depression wesentlich eine psychobiologische Hyperintentionalität verantwortlich. Diese ist persönlichkeitstypisch, entsteht aber auch auf synaptischer Ebene im ZNS, so dass sich die normale Verhaltenspalette in der Depression extrem verschiebt. Dabei können gewisse Verhaltensweisen zeitweise nicht mehr ausgeführt werden ("Nicht-Können"), andere wiederum müssen ständig erfolgen ("Tun-Müssen"), wofür der depressive Mensch keine subjektiv ausreichende Erklärung hat. An zahlreichen Fallbeispielen wird gezeigt, daß vor allem das depressive "Tun-Müssen" die Depressionsdiagnostik und das Verständnis dieser Patienten grundlegend erweitert. Darauf basierend wird eine Handlungstherapie der Depression vorgeschlagen.
Aus dem Inhalt (Auszug): ... Depression ist sinnlose Ohnmacht ... Falldarstellungen: Depression und Ärger; Die lächelnde Depression; Depression mit dranghaftem Schenken,Gönnen und Friedfertigsein; Depression und Oniomanie; Depression und Pseudokleptomanie; Depression und Harndrang; Depression und Diarrhö; Depression und Erstarren; Depression und Trinken, Schenken, Sich-geistig-beschäftigen - Arbeiten, Sich-ärgern-müssen und zeitweise Frei-und-glücklichsein; Depression und Streiten müssen; Depression und neidig sein; Hyperkommunikative Depression; Stalking, Hyperkommunikation und Depression; Depression, Gier und geistiger Beschäftigungsdrang; Depression und Ess-Brech-Drang; Studien über die Wirksamkeit von Antidepressiva - Depression, Gier, Oniomanie und Hypersexualität; Depression und Rededrang; Reaktive Depression (Anpassungsstörung); Depression und Wahn; Absolutes Selbstverständnis in der Manie ... Inhaltsverzeichnis - Kleptomanie, Stalking und Internetsucht als Folge einer depressiven Grundstörung: ZSIS - Zentrales Sucht-Informationssystem

Freitag, 6. November 2009

Depressionen: Kinder und Jugendliche

G. Groen, F. Petermann
Depressive Kinder und Jugendliche
Hogrefe Verlag, Reihe: Klinische Kinderpsychologie Band 6, 269 S., ISBN: 978-3-8017-1328-7, 32,95 Euro
Depressive Kinder und Jugendliche sind für ihr soziales Umfeld häufig weit weniger auffällig als zum Beispiel hyperaktive oder aggressive Altersgenossen. Dennoch belegen heute zahlreiche Studien, dass depressive Symptome und Störungen im Kindes- und Jugendalter ein weit verbreitetes und oftmals folgenschweres Problem darstellen. Das Buch gibt einen Überblick über das heute immer komplexer werdende Wissen zur Depression im Kindes- und Jugendalter. Unterschiedliche Äußerungsformen, aktuelle Ergebnisse zur Auftretenshäufigkeit und dem Verlauf depressiver Störungen sowie vorliegende Erklärungsansätze werden beschrieben. Darüber hinaus werden praxisorientierte Möglichkeiten der Diagnostik und vielversprechende Strategien zur Prävention und Intervention vorgestellt.
Kurzinhalt: Vorwort - Kapitel 1: Zum Phänomen im Wandel der Zeit - Kapitel 2: Beschreibung und Klassifikation - Kapitel 3: Epidemiologie - Kapitel 4: Komorbidität - Kapitel 5: Verlauf - Kapitel 6: Erklärungsansätze - Kapitel 7: Psychologische Diagnostik - Kapitel 8: Intervention - Kapitel 9: Prävention - Autorenportraits, ausführliches Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Leseprobe

" ... Leichte depressive Verstimmungen bis hin zu schweren depressiven Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, unter denen Kinder und Jugendliche leiden. Das Risiko, an einer Depression zu erkranken, steigt bei Jugendlichen gegenüber Kindern an: Bei Kindern im Vorschulalter liegt die Häufikeit bei ca. 1 Prozent, im Grundschulalter sind weniger als 2 Prozent der Kinder betroffen. Aktuell leiden 3-10 Prozent aller Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren unter einer Depression" .... Mehr dazu auf Deutsches Bündnis gegen Depression

Montag, 2. November 2009

Medizinischem Grundlagenwerk, Autobiographie und Streitschrift

Florian Holsboer
Biologie für die Seele - Mein Weg zur personalisierten Medizin
C.H.Beck 2009, 304 S. mit 18 Abbildungen, geb., ISBN 978-3-406-58360-5, 19,90 €
Florian Holsboer, Deutschlands bekanntester Psychiater, berichtet über seinen Weg zur Erforschung der Depression und sein Leben als Wissenschaftler. Anschaulich und allgemeinverständlich erklärt er seinen revolutionären Ansatz der Behandlung seelischer Leiden. Sein Buch ist eine brillante Mischung aus medizinischem Grundlagenwerk, Autobiographie und Streitschrift für eine biologisch fundierte und gerade deshalb humane Seelenheilkunde. Die heute noch vorherrschende Reparaturmedizin wird schon bald einer Behandlung nach Maß weichen. Neue Medikamente werden entwickelt, die auf die individuellen Erfordernisse des Einzelnen abgestimmt sind. Die neue, personalisierte Medizin will verhindern, dass wir überhaupt erkranken, oder so komplexe seelische Erkrankungen wie eine Depression rasch und effizient heilen. Wir leben immer länger, und das verdanken wir nicht zuletzt den Fortschritten der Medizin. Doch wir wollen und sollen auch länger gesund bleiben – Florian Holsboers Buch zeigt, wie eine Medizin aussehen muss, die diese Vision zur Realität werden lässt.
" ... Professor Florian Holsboer ist bekannt für seine Entdeckungen in der Depressionsforschung. Als Psychiater und Chemiker erforscht er mit den Methoden der Biochemie, der Genetik, bildgebenden Verfahren sowie an Modellsystemen die Ursachen psychischer Erkrankungen. Sein wissenschaftliches Interesse gilt der Frage, wie Depressionen, Angsterkrankungen und Schlafstörungen entstehen und am besten behandelt werden. Er ist ein Vorreiter der personalisierten Medizin, deren Ziel die auf die individuellen Eigenschaften des Patienten abgestellte „maßgeschneiderte“ Therapie ist ... " Webseiten des Autors

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Schwer-Mut

Eckhard Roediger
Depression - die Sehnsucht nach Zukunft. Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige
zahlreiche Abbildungen, kt., 200 S., ISBN-13: 978-3-7725-5039-3, 18,90 EUR
Die Erscheinungsformen der Depression sind vielfältig, die Auswirkungen auf den Einzelnen und sein Umfeld jedoch immer belastend. Dass dieser Last durch ganz unterschiedliche Methoden und Therapieansätze begegnet werden und die scheinbar hoffnungslose Zukunft täglich verändert beginnen kann, dazu möchte dieser Ratgeber des erfahrenen Arztes und Therapeuten Eckhard Roediger beitragen.
«Wir formen durch Übung uns und unseren Körper so, dass wir das Neue immer leichter tun können. Wenn wir dies rhythmisch wiederholen bzw. positive Verhaltensweisen als Rituale in unserem Alltag verankern, brauchen wir immer weniger Kraft. So wird aus uns nach und nach ein anderer, ein neuer Mensch.»
«In der Depression werden die Gedanken an die Vergangenheit zur quälenden und lähmenden Fessel. Aus dieser Gedankenfixierung heraus erscheint uns die Zukunft verbaut und hoffnungslos und es strömt uns keine Kraft und Initiative entgegen. Entsprechend wird sowohl die Umwelt bedrohlich-negativ erlebt, als auch die eigene Körperfunktion als hilflos-gelähmt wahrgenommen. Die vernichtenden Urteile eines negativ-verzerrten Denkens lähmen jeden Keim von Kraft und Initiative … »
Inhaltsverzeichnis: Grundlagen - Ab wann ist jemand depressiv? - Das klinische Bild der Depression - Die Ursachen der Depression - Depressionen als Bewältigungsversuch - Formen der Depression - Handlungsmöglichkeiten - Be-Handlungsmöglichkeiten - Psychotherapie - Künstlerische Therapien - Bewegungstherapien - Äußere Maßnahmen und Anwendungen - Selbsterfahrungsgruppen - Familienaufstellungen - Medikamente - Lichttherapie - Transkranielle Magnetstimulation (TMS) - Elektro-Krampftherapie (EKT) - Was kann ich für meinen Partner tun? - Umgang mit Suizididalität - Geschlechts- und altersspezifische Aspekte - Frauen – das schwache Geschlecht? - Babyblues und Wochenbett-Depression - Die lästigen Tage vor den Tagen – das prämenstruelle Syndrom - Wechselhafte Jahre – die Wechseljahre - Depressionen im Alter - Depressionen bei Männern - Fragenkatalog zur Suizidalität u.a.

Olaf Koob
Die dunkle Nacht der Seele - Wege aus der Depression
Leinen mit Schutzumschlag, 204 S., ISBN-10: 3-7725-1068-X, ISBN-13: 978-3-7725-1068-7, 15,90 EUR
Der Arzt und Therapeut Olaf Koob behandelt in seinem Buch ein Thema, eine Krankheit, die sehr viele Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen fest in ihrem Griff hat: die Depression. Wir sind ihr jedoch nicht hilflos ausgeliefert, sondern können uns mit unterschiedlichen Methoden auf den Weg des Verstehens und der Bewältigung machen. Denn wenn das Leben schwer ist, muss es auch leicht sein können …
Die Depression, auch Schwermut genannt, ist eine der weit verbreitesten seelischen Krankheitszustände. Ob jung oder alt, reich oder arm, berühmt oder unbekannt – niemand scheint vor ihr gefeit. Sie kann und sollte jedoch nicht nur als schmerzliche, lähmende Störung begriffen werden, sondern vielmehr als eine Möglichkeit zur Vertiefung des Seelenlebens. In der Auseinandersetzung mit diesem Krankheitsbild liegt für Olaf Koob die Chance, ein Gleichgewicht von Hingabe und Abgrenzung zu erlangen, das uns als Mensch im Leben frei macht.
Inhaltsverzeichnis: Depression, Aggression und das menschliche Gemüt - Von der Trauer zur Depression - Vom Zorn zur Aggression - Die heilende Kraft des Gemüts - Die körperlich-seelische Ebene der Depression - Organe und Seelenleben - Die leibliche Therapie - Die seelische Therapie - Der psychotherapeutische Weg - Die geistige Seite der Depression - Die Heilung der Seele durch den Geist - Wege zur Selbstentgiftung - Erinnern, Vergessen und Verzeihen - Die Depression im Spiegel der seelischen Not der Gegenwart - Der Depressive und seine Umgebung - Aus Gesprächen über die «positive Resignation» mit einem Betroffenen

Dienstag, 20. Oktober 2009

Zur Medikalisierung psychischen Leidens

Jurk, Charlotte
Der niedergeschlagene Mensch - Depression. Geschichte und gesellschaftliche Bedeutung einer Diagnose
Verlag Westfälisches Dampfboot 2008, 215 S., ISBN: 978-3-89691-751-5, € 24,90
Sigmund Freud beschrieb zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch die Melancholie. Heute scheint sie so gut wie verschwunden. Stattdessen hat die Diagnose Depression eine bemerkenswerte "Karriere" gemacht. Alle Welt ist sich schnell einig, sie zur Volkskrankheit zu erklären und eine breite Behandlungsdürftigkeit vieler für eine Aufgabe notwendiger Selbstsorge zu halten. Die neue Niedergeschlagenheit wird zur massenhaften Stoffwechselstörung, der chemisch-medikamentös zu Leibe gerückt werden soll. Charlotte Jurk kehrt diese Selbstverständlichkeiten, die sich unwidersprochen durchgesetzt haben, gegen den Strich. Wie kommt es zu dieser Medikalisierung und was ist das Menschenbild einer Gesellschaft, die Depression als „Preis für den Fortschritt“ hinnimmt? Ihr Buch arbeitet heraus: Der psychiatrisch behandlungsbedürftige Mensch passt in eine Zeit, in der die Bewertung psychischer Qualität zu einem entscheidenden Merkmal sozialer Zugehörigkeit geworden ist. Das Leiden an den sozialen Verwerfungen der Moderne wird in der Depressionsdiagnose zum individuellen Versagen uminterpretiert.
Eine Empfehlung (Auszug): " ... Jurk hinterfragt die aktuelle Medikalisierung psychischen Leidens generell, sowie das Menschenbild einer Gesellschaft, die Depression als "Preis für den Fortschritt" hinnimmt. Lesenswert! ... " Zur Empfehlung und zu einer Fülle weiterer Literaturhinweise

Montag, 20. Juli 2009

Wahre Geschichte über einen schwer depressiv kranken Menschen

Mikel Marz
Wenn die Seele zerbricht - Informationen und eine wahre Geschichte über Mobbing, Depressionen und die posttraumatische Belastungsstörung
S. Roderer Verlag, 96 S., brosch., ISBN 978-3-89783-617-4, 16,80 EUR
„Mikel Marz“, setze sich als Fachbuchautor im S. Roderer Verlag, über einen langen Zeitraum sehr intensiv mit einem erst 44 Jahren alten Mann auseinander, der von einer Firma so aggressiv und brutal gemobbt wurde, dass dieser schwer erkrankte und zum Rentner wurde. Die Art und Schwere der Krankheit und die Tatsache, dass sich zwei dieser Kollegen das Leben nahmen, machte nicht nur Marz betroffen, sie gab ihm auch den Anlass darüber zu schreiben und zu berichten, um Betroffenen und Angehörigen vielleicht ein wenig Tipps und Aufklärung zu geben und vielleicht soll es auch eine kleine Hilfestellung für Freunde oder Mitmenschen sein, die nicht wissen wie sie mit den kranken Menschen umgehen sollen.
Gerade Krankheiten wie Mobbing, Depression oder Posttraumatische Belastungsstörung, die viel mit der Psyche eines Menschen zu tun haben, werden heutzutage in unserer Gesellschaft noch sehr geheim gehalten und nach Möglichkeit sogar totgeschwiegen.
Man macht sich mehr Gedanken über das Gerede der Mitmenschen und Nachbarn, als tatsächlich über die eigentliche Schwere dieser Krankheit, die immer mehr Menschen in unserem Kreise befällt.
Dieses Buch erzählt auf 98 Seiten nicht nur eine wahre Geschichte über einen schwer depressiv kranken Menschen, sie soll auch aufklären und vielleicht sogar ein wenig helfen.
Gleichzeitig soll es auch ein Dank an die Hauptfigur sein, die in diesem Buch „Klaus“ benannt wurde, natürlich auch an dessen Frau und die wirklich ganz wenigen Menschen sein, ohne die Klaus das alles nicht geschafft hätte und die ihm bis heute immer hilfreich zur Seite standen. Um dieses Buch schreiben zu können, musste Klaus noch einmal alle Schubladen aufziehen und alles durchleben. Oft ging er dabei über die Grenzen der Belastbarkeit, doch es war sein innigster Wunsch, dass dieses Buch geschrieben wurde, damit er anderen vielleicht etwas Kraft, Mut und Hoffnung abgeben kann. - Autoren-Webseiten mit weiteren Büchern

Psychopharmaka - Nutzen und Risiken in der psychologischen Psychotherapie

Thomas Köhler
Pharmakotherapie in der Psychotherapie - Ein Kompendium für Psychologen und psychologische Psychotherapeuten
Pabst Science Publishers 2009, 192 Seiten, ISBN 978-3-89967-500-9, 20,- Euro
Der Band bietet eine kurze Einführung in die Psychopharmakologie für Psychologen und psychologische Psychotherapeuten. Die wichtigsten Psychopharmaka, ihre Wirkweisen und Indikationen werden so dargestellt, daß die Lektüre auch ohne spezielle Vorkenntnisse (etwa medizinischer Art) informativ sein sollte. Ziel ist es, eine ungefähre Vorstellung zu geben, was die Medikamente bewirken, wo sie angreifen, bei welchen Störungen sie eingesetzt werden und auch, mit welchen Nebenwirkungen eventuell zu rechnen ist. Um dies zu leisten, schien eine kurze Einführung in die Symptomatik der einzelnen Störungen und eine Skizzierung ihrer biologischen Grundlagen zweckmäßig.
openPR-Mitteilung: Psychopharmaka - Nutzen und Risiken in der psychologischen Psychotherapie: Wirkungen und Nebenwirkungen von Psychopharmaka werden häufig falsch eingeschätzt oder ignoriert - auch in der Psychotherapie. Vor diesem Hintergrund listet der Arzt und Psychologe Professor Dr. Dr. Thomas Köhler (Universität Hamburg) Nutzen und Risiken aller Präparate auf. Detailliert erläutert er aktuelle Entwicklungen von Missbrauch und Abhängigkeit.
Bei kindlichem ADHS wird häufig die stimulierende Substanz Methylphenidat (z.B. Ritalin) verordnet - und kann grundsätzlich zur Abhängigkeit führen; "dies scheint aber in der pädiatrischen Praxis keine allzu bedeutende Rolle zu spielen. Größer ist eher die Gefahr, dass Erwachsene wegen der euphorisierenden und leistungssteigernden Wirkung sich an den Medikamenten ihrer Kinder bedienen", schreibt Köhler.
Beim Parkinsonsyndrom sind häufig euphorisierende Anticholinergika (z.B. Akineton) angezeigt - und werden in vielen Fällen überdosiert eingenommen. "Akineton soll auch eine gewisse Rolle auf dem Drogenmarkt spielen."
"Gier nach der Substanz sowie unkontrollierter Konsum können zweifellos bei Benzodiazepinen gegeben sein; zwar euphorisieren sie kaum direkt, weisen aber ausgeprägte angstlösende und sedierende Wirkungen auf; insofern ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie häufig in anderen als den verordneten Mengen oder zu anderen als den festgelegten Zeitpunkten genommen werden." - openPR

Weg aus der Selbstverstümmelung - Eine Lebensgeschichte

Doris Smonig-Klauser
Bluttränen - Helenes Weg aus der Selbstverletzung
Knapp Verlag 2009, ca. 212 S., geb., ISBN 978-3-905848-20-5, 19,00 Eur[D], 29,80 CHF
Die Lebensgeschichte einer Frau, die 17 Jahre lang gegen Depressionen, Suizidgedanken und Selbstverstümmelung ankämpft. Ein ermutigendes Zeugnis, dass Veränderung möglich ist. Erst wenn das Blut fliesst, dann kommen die Tränen. Helene schneidet sich in Arme und Beine, um dem seelischen Schmerz ein Gesicht zu geben. Jahrelang ist das ihr Ventil, inneren Druck abzubauen. Die 27-jährige Frau besucht das Theologische Seminar, als sie an schweren Depressionen erkrankt, sich selbst zu verletzen beginnt und schliesslich in der psychiatrischen Klinik landet. Erst nach einem langen Prozess kommt der Ursprung ihrer Krankheit ans Licht. Die Narben aus ihrer Kindheit sitzen tief. In der Schweiz sind ungefähr zwischen 50’000 bis 100’000 Menschen von Selbstverletzung betroffen. Vorwiegend beginnen junge Frauen zwischen 12 und 25 Jahren sich selber zu verletzen. Genau wie Helene.
Die Autorin: Doris Smonig-Klauser (*1974) wählte den Beruf der Sekundarlehrerin. Nach einigen Jahren verliess sie den Lehrerberuf und arbeitete als Redaktorin bei der Fernsehsendung «Fenster zum Sonntag». In dieser Zeit lernte sie viele Menschen und ihre Schicksale kennen und begann zu schreiben. Doris Smonig-Klauser ist verheiratet und Mutter eines kleinen Sohnes.

Dienstag, 14. Juli 2009

Achtsamkeit in der Psychotherapie

Mark Williams, John Teasdale, Zindel Segal und Jon Kabat-Zinn
Der achtsame Weg durch die Depression
Arbor-Verlag 2009, mit 2 CDs, 328 S., ISBN 978-3-936855-80-7, 39,90 €
Der achtsame Weg durch die Depression wurde für all jene geschrieben, die an Depression oder chronischer Unzufriedenheit leiden und auf der Suche nach einem Weg sind, ihr Leben zufriedener und ausgeglichener zu gestalten.
In diesem Grundlagenwerk entfalten drei der führenden Vertreter der Kognitiven Psychotherapie gemeinsam mit Jon Kabat-Zinn die theoretischen Grundlagen der Achtsamkeitspraxis – am Beispiel der Begleitung von Menschen, die an Depression erkrankt sind. Dieser unter dem Titel Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie (MBCT) bekanntgewordene Ansatz wurde von Zindel Segal, Mark Williams und John Teasdale entwickelt, basierend auf der von Jon Kabat-Zinn ins Leben gerufenen Stressbewältigung durch Achtsamkeit.
Zwei Audio-CDs zur Begleitung der täglichen Praxis runden das praxisorientierte Angebot des Buches ab.
Auf der Suche nach wirkungsvollen komplementärmedizinischen Praxisfeldern begegnet Ärzten, Therapeuten und Patienten immer häufiger der Stressbewältigung durch Achtsamkeit. Die Anwendung der Achtsamkeitspraxis in der Begleitung und positiven Beeinflussung von Depressionen, kurz MBCT, verhilft derzeit der Achtsamkeitspraxis auch in der psychotherapeutischen Anwendung zum Durchbruch.
Das Buch enthält zudem 2 Audio-CDs mit geführten Meditationen von Jon Kabat-Zinn, die zur praktischen Erprobung des Programms einladen. CD-Inhalt: Zum Geleit (4 Minuten) - Einführung Bodyscan (3 Minuten) - Bodyscan (38 Minuten) - Achtsamkeitsyoga im Stehen (20 Minuten) - Atemmeditation (16 Minuten) - Atem und Körper (12 Minuten) - Klänge und Gedanken (15 Minuten) - Atemraum, (6 Minuten)
Inhaltsverzeichnis
Vorwort von Johannes Michalak und Thomas Heidenreich
Einführung - Wie Sie dieses Buch bestmöglich nutzen können
KÖRPER, GEIST UND EMOTIONEN
„Oh nein, jetzt geht das schon wieder los!“ / Wenn Niedergeschlagenheit zu Depression wird … und die Depression nicht mehr weggeht / Der Aufbau einer Depression
Die heilende Kraft des Gewahrseins / Die Rolle der Emotionen / Stimmung und Erinnerung / Der Tun-Modus: Wenn sich das kritische / Denken für eine Aufgabe meldet, die es nicht bewältigen kann / Achtsamkeit: Der Same des Gewahrseins
AUGENBLICK FÜR AUGENBLICK
Achtsamkeit kultivieren / Achtsam sein / Im gegenwärtigen Augenblick leben / Gedanken als vorübergehende geistige Erscheinungen betrachten / Den Autopiloten / abschalten / Die Dinge unmittelbar erfahren / Jenseits der üblichen Zielorientierung / Darauf zugehen, anstatt auszuweichen / Achtsamkeit bei Routinetätigkeiten / Der frische Wind der Achtsamkeit
Der Atem / Den Geist zur Ruhe bringen / Der Atem / Achtsames Gehen / Von der Unbewusstheit zur Bewusstheit
Eine andere Art des Wissens / Wahrnehmung durch unmittelbares Erfahren … anstatt durch Denken / Der Body Scan / Achtsames Erwachen am Morgen
NIEDERGESCHLAGENHEIT UND UNZUFRIEDENHEIT TRANSFORMIEREN
Wieder in Kontakt mit unseren Gefühlen kommen / Warum wir „abschalten“ / Wie sich neue Möglichkeiten eröffnen / Die Maus im Labyrinth / Achtsames Yoga / Die Achtsamkeit um den Atem herum ausdehnen / Wie man das eigene Barometer liest
Unsere Gefühle zu Freunden machen / Wie wir unser Vertrauen in das Körpergewahrsein setzen / An den Grenzen arbeiten / Schwierige Emotionen umwandeln / Den Weg der Offenheit und Ehrlichkeit gehen
Gedanken als Schöpfungen des Geistes erkennen / Gedanken als Gedanken sehen / Selbstkritische Kommentare zur Kenntnis nehmen / Wie wir uns mit Gedanken und Gefühlen anfreunden / Jenseits von Gedanken und Gefühlen: Offenes Gewahrsein
Achtsamkeit im Alltag / Achtsam sein und Anerkennen / Wie wir den Atemraum anwenden / Entscheidungen, die wir treffen können, nachdem wir uns Raum zum Atmen genommen haben / Die Freiheit, zu entscheiden
UNSER LEBEN ZURÜCKGEWINNEN
Vollkommen lebendig / Peggys Geschichte / Davids Geschichte
Alles zusammenbringen / Woche Eins / Woche Zwei / Drei / Vier / Fünf / Sechs / Sieben / Acht
Weiterführende Literatur, Materialien aus dem Internet und Retreat-Zentren / Literaturhinweise und weiterführende Literatur / Über die Autoren
Aus dem Vorwort: " ... Eine achtsame Haltung zeichnet sich dadurch aus, dass Menschen weder grübeln (was, wie oben dargestellt, die schlechte Stimmung verlängert) noch sich ablenken (was auf lange Sicht zu Problemen führen kann), sondern die Abläufe des jeweiligen Moments aus einer freundlich-distanzierten Haltung heraus bewusst wahrnehmen. In groß angelegten Studien konnten die Autoren belegen, dass das hier vorgestellte Vorgehen der „achtsamkeitsbasierten kognitiven Therapie“ im Rahmen einer Gruppenbehandlung die Rückfallhäufigkeit im Vergleich zu einer Routinebehandlung halbieren konnte. Die Behandlung verlangte von Menschen, die ehemals depressiv waren, dabei eine ganze Menge: Neben den wöchentlichen Gruppensitzungen von ca. zwei Stunden Dauer mussten sie jeden Tag in Eigenregie zu Hause eine Dreiviertelstunde üben. Das Programm dieser Gruppensitzungen finden Sie in diesem Buch zusammengefasst.
Zuletzt noch eine Warnung: Wann sollten Sie das in diesem Buch beschriebene Programm zumindest vorläufig nicht einsetzen? Sollten Sie im Laufe ihrer Erkrankungsgeschichte nicht nur depressive Phasen durchlebt haben, sondern auch Symptome so genannter psychotischer Erkrankungen (z. B. Stimmenhören, wahnhafte Überzeugungen), sollten Sie mit den Übungen vorsichtig sein und sicherheitshalber Ihren behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten konsultieren. Auch wenn Sie akut unter einer Depression leiden und Suizidgedanken haben, sollten Sie sich unbedingt professionelle Unterstützung holen (in deren Rahmen dann sicherlich auch die in diesem Buch geschilderten Verfahren eingesetzt werden können). Schließlich sollten Sie sich bewusst machen, dass das in diesem Buch geschilderte Vorgehen nicht geeignet ist, stark belastende äußere Umstände zu verändern. Auch in diesem Fall kann es sinnvoll sein, erhebliche Probleme zunächst mit professioneller Unterstützung zu lösen und auf die hier dargestellten Interventionen später zurückzugreifen.
Wir sind davon überzeugt, dass die in diesem Buch geschilderten Übungen nicht nur helfen können, mit weiteren depressiven Episoden besser umgehen zu können, sondern dass Sie dadurch auch einen besseren Bezug zu Ihren Empfindungen im aktuellen Moment bekommen und Ihr Leben auf eine tief gehende Art und Weise bereichern können ... " - Zur Leseprobe - CD-Hörprobe

Mittwoch, 20. Mai 2009

Eckhard Roediger: Angst - Depression - Besser leben

Eckhard Roediger
Depression - die Sehnsucht nach Zukunft. Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige
Urachhaus Verlag 2009, zahlreiche Abbildungen, 200 S., kt., ISBN-13: 978-3-7725-5039-3, 18,90 EUR
Die Erscheinungsformen der Depression sind vielfältig, die Auswirkungen auf den Einzelnen und sein Umfeld jedoch immer belastend. Dass dieser Last durch ganz unterschiedliche Methoden und Therapieansätze begegnet werden und die scheinbar hoffnungslose Zukunft täglich verändert beginnen kann, dazu möchte dieser Ratgeber des erfahrenen Arztes und Therapeuten Eckhard Roediger beitragen.
«Wir formen durch Übung uns und unseren Körper so, dass wir das Neue immer leichter tun können. Wenn wir dies rhythmisch wiederholen bzw. positive Verhaltensweisen als Rituale in unserem Alltag verankern, brauchen wir immer weniger Kraft. So wird aus uns nach und nach ein anderer, ein neuer Mensch.»
«In der Depression werden die Gedanken an die Vergangenheit zur quälenden und lähmenden Fessel. Aus dieser Gedankenfixierung heraus erscheint uns die Zukunft verbaut und hoffnungslos und es strömt uns keine Kraft und Initiative entgegen. Entsprechend wird sowohl die Umwelt bedrohlich-negativ erlebt, als auch die eigene Körperfunktion als hilflos-gelähmt wahrgenommen. Die vernichtenden Urteile eines negativ-verzerrten Denkens lähmen jeden Keim von Kraft und Initiative … »
Inhalt: Grundlagen - Ab wann ist jemand depressiv? - Das klinische Bild der Depression - Die Ursachen der Depression - Depressionen als Bewältigungsversuch - Formen der Depression - Handlungsmöglichkeiten - Be-Handlungsmöglichkeiten - Psychotherapie - Künstlerische Therapien - Bewegungstherapien - Äußere Maßnahmen und Anwendungen - Selbsterfahrungsgruppen - Familienaufstellungen - Medikamente - Lichttherapie - Transkranielle Magnetstimulation (TMS) - Elektro-Krampftherapie (EKT) - Was kann ich für meinen Partner tun? - Umgang mit Suizididalität - Geschlechts- und altersspezifische Aspekte - Frauen – das schwache Geschlecht? - Babyblues und Wochenbett-Depression - Die lästigen Tage vor den Tagen – das prämenstruelle Syndrom - Wechselhafte Jahre – die Wechseljahre - Depressionen im Alter - Depressionen bei Männern - Fragenkatalog zur Suizidalität u.a.

Wege aus der Angst - Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige
Urachhaus Verlag 2009, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, kt., 176 S., ISBN-10: 3-7725-5019-3, ISBN-13: 978-3-7725-5019-5, 14,90 EUR
Aus der Praxis jahrzehntelanger Erfahrung erläutert Eckhard Roediger ein uns fast alle betreffendes Thema: die Angst. Wir sind ihr jedoch nicht hilflos ausgeliefert, sondern können uns mit unterschiedlichen Methoden auf Wege – mit längeren und kürzeren Distanzen – des Verstehens und der Bewältigung begeben. Angststörungen sind die häufigste psychische Erkrankung überhaupt: Etwa 25 % scheinen im Laufe ihres Lebens an irgendeiner Form von Angststörung zu erkranken – dies gilt erstaunlicherweise für fast alle Kulturen. Hierbei sind Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer. Etwas gegen diese Ängste zu tun – sie können letztlich nur durch die Patienten selbst überwunden werden –, ist ein schwieriger, aber wichtiger Schritt. Denn ohne eine Behandlung bedeuten sie jahrelanges Leid und einen erheblichen Verlust an Lebensqualität. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Partnerschaften und Familien durch Angststörungen ebenfalls belastet werden. Eckhard Roediger bietet mit seinem Buch die Möglichkeit, sich durch die Ausführungen und konkreten Übungen auf den Weg der Auseinandersetzung mit den eigenen Ängsten – oder denen des geliebten Menschen – zu machen, sei es als Vorbereitung für eine Therapie oder begleitend zu dieser. Vertrauen und Mut sind die Gegenspieler der Angst …
Angst entsteht, wenn im Menschen das Denken in den Einfluss der Gefühle gerät. Wir sind dann geneigt, nur noch Gedanken zu denken, die zu den Gefühlen passen. Die im Gehirn verankerten Gewohnheitsbildungen wollen uns dazu verführen, die jetzige Situation immer wieder vor dem Hintergrund der früheren (negativen) Erfahrungen zu bewerten. Im Sinne der Arterhaltung hat sich das über Jahrtausende bewährt, denn wer nichts aus negativen Erfahrungen lernen konnte, ist wahrscheinlich ausgestorben. Diese Tendenz, das Gegenwärtige immer auf die Erfahrungen der Vergangenheit zu beziehen, ist aber in gewisser Weise fortschrittsfeindlich. Um sich auf etwas Neues einzulassen, braucht es Vertrauen. Vertrauen und Mut sind die Gegenspieler der Angst. Es ist ein Zeitzeichen, dass wir tendenziell weniger Vertrauen haben. Dafür werden immer mehr Versicherungen abgeschlossen. Es gibt aber keine Versicherung gegen Ängste. Wir müssen wieder Vertrauen lernen, sonst schließen wir uns von der Zukunft ab und geraten immer mehr in den Sog der Vergangenheit. Aber auf was können wir vertrauen?
Inhalt: Wie Ängste entstehen - Wie Angst gelernt wird - Verschiedene Formen von Angsterkrankungen - Anthroposophische Aspekte zu Angsterkrankungen - Wie Ängste behandelt werden können - Voraussetzungen für Veränderungsprozesse - Flüchten oder Standhalten: das Expositionsprinzip - Wer mit sich selbst reden kann, ist nicht allein: der innere Dialog - Von der Angst zur Freiheit - Was kann ich tun? Konkrete Übungen - Was muss medizinisch abgeklärt werden? - Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten - Hinweise für Angehörige - Übungen

Besser leben lernen - Innere Balance zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Urachhaus Verlag 2007, 224 S., geb. mit Schutzumschlag, ISBN-10: 3-8251-7541-3, ISBN-13: 978-3-8251-7541-2, 15,90 EUR
Wenn Wissen Macht ist, warum macht uns dann das Wissen über unsere Bedürfnisse und Wünsche nicht glücklich? Eckhard Roediger, Arzt und Therapeut, geht in seinem von konkreten Übungen begleiteten Buch dieser Frage nach und kommt zu der verblüffend »einfachen« Antwort: »Glück fällt uns nicht zu und hängt auch nur wenig von den äußeren Umständen ab … Glück kann und muss erarbeitet bzw. geübt werden.«
Im Lauf unseres Lebens stellen wir uns zu ganz unterschiedlichen Zeiten und aus ebenso unterschiedlichen Gründen die Frage, ob wir mit unserem Leben zufrieden sind. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit gespannt fällt die Antwort nicht immer positiv aus. Wie aber gelingt es, die befriedigende Mitte zwischen den Polen, zwischen Neuem und Gewohntem, Euphorie und Langeweile zu erreichen – und zu halten? Aus seinen Erfahrungen als Therapeut beschreibt Eckhard Roediger nicht nur die seelischen und biologischen Hintergründe dieses allzu menschlichen Problems der Unzufriedenheit – ohne die es ja keine Entwicklung gäbe –, sondern bietet durch Übungen, Meditationsanleitungen und Beispiele konkrete Hilfestellungen zum Erkennen der individuellen, wirklich wesentlichen Bedürfnisse.
Inhalt: Was ist Salutogenese? • Freiheit und Verantwortung • Biografische Gesetzmäßigkeiten im Lebenslauf • Ebenen menschlichen Seins • Über die Entstehung von Stress • Die Bedeutung einer bewussten Gedankenführung • Lernen und Gedächtnis • Wie wurden wir, wer wir sind? • Die Überwindung der Selbstbezogenheit • Wie können wir Kraft auftanken? • Die 3 Quellen der Kraft um uns • 12 Schritte zur guten Selbstorganisation • Der Unterschied von Denken und Wollen • Glück, Sinn, Beziehung • Übungen und Meditationen u.a.

Der Autor: Eckhard Roediger, Dr. med. Eckhard Roediger, geboren 1959, Studium der Medizin, neurologische und psychiatrische Facharztausbildung. Von 1993 – 2002 Leitender Arzt der salus Klinik in Friedrichsdorf, 2002 – 2006 Aufbau und Leitung der Psychosomatischen Abteilung am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Berlin. Seit 2007 in freier Praxis und als Dozent und Supervisor für Verhaltenstherapie tätig. Arbeitsschwerpunkte: Schematherapie, Bedeutung von Achtsamkeit und Akzeptanz in der Psychotherapie, spirituell erweiterte Psychotherapie, Suchtbehandlung, Behandlung sexuell bedingter Traumatisierungen und Persönlichkeitsveränderungen. - Autoren-Homepage

Donnerstag, 14. Mai 2009

Mama ist traurig

Schirin Homeier
Sonnige Traurigtage - Illustriertes Kinderfachbuch für Kinder psychisch kranker Eltern und deren Bezugspersonen
Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Fritz Mattejat. Ab Grundschulalter geeignet. Mabuse Verlag 2008, 128 S., vierfarbig illustriert, Hardcover, ISBN: 3-938304-16-2, EUR 19.80
In letzter Zeit ist mit Mama etwas anders: sie ist so kraftlos und niedergeschlagen. Auf diese "Traurigtage" reagiert Mona wie viele Kinder psychisch kranker Eltern: Sie unterdrückt Gefühle von Wut oder Traurigkeit, übernimmt immer mehr Verantwortung und sehnt sich nach glücklichen "Sonnigtagen". Erst als sich Mona einer Bezugsperson anvertraut, erfährt sie, dass ihre Mutter unter einer psychischen Krankheit leidet und fachkundige Hilfe benötigt.
Schirin Homeier, geb. 1982, angehende Diplom-Sozialpädagogin (FH), mehrjährige praktische Erfahrungen mit Kindern psychisch kranker Eltern
Eine kurze Besprechung von Sabine Feickert in ihrem Blog: " ... Ein sehr schwieriges und heikles Thema, kindgerecht und behutsam und doch umfassend dargestellt. Sonnige Traurigtage erzählt von Mona und Mona-Mama und den sonnigen und traurigen Tagen. Die traurigen Tage, an denen Mona-Mama so depressiv ist, dass sie sich nicht mehr um Mona kümmern kann. Mona versucht, mit allerlei kindlichen Lösungsansätzen, ihre Mama wieder gesund zu machen ... Monas Ängste und Bemühungen werden ganz liebevoll dargestellt und die Personen, die ihr im Buch helfen, erklären die Hintergründe psychischer Krankheiten ... " - ... weiterlesen im Blog "Das kreative Häuschen"

Dienstag, 28. April 2009

Melancholie - Depressionen

Melancholie
Genie und Wahnsinn in der Kunst

Hrsg. Jean Clair, Text von Yves Bonnefoy, Jean Clair, Marc Fumaroli, Yves Hersant, Olivier Meslay, Alain Pasquier, Peter-Klaus Schuster, Jean Starobinski, Werner Spies u.a.
Hatje Cantz Verlag, 2006 - Leider vergriffen, 512 S., 407 Abb., davon 310 farbig, gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-7757-1647-5
Ein kunst- und kulturgeschichtliches Standardwerk mit rund 300 farbig reproduzierten Meisterwerken zum Thema Melancholie von der Antike bis zur Gegenwart.
Kein Gemütszustand interessiert die westliche Kultur schon so lange wie die Melancholie. Traditionell als Ursache für seelisches Leiden und Wahnsinn verstanden, galt sie zugleich nach der Temperamentenlehre als typisch für Helden und Genies. Selbst heute, als Depression medizinisch-wissenschaftlichen Paradigmen unterworfen, lässt sie sich nicht vollständig erklären. Die mit der künstlerischen Darstellung der Melancholie verbundene Ikonografie ist entsprechend variantenreich. Der vorliegende Band bietet mit annähernd 300 Arbeiten, von der attischen Stele bis zu zeitgenössischen Werken, einen breit gefächerten Überblick der mannigfaltigen Erscheinungsbilder und belegt dabei die tiefe Prägung des europäischen Geniebegriffs durch die »Saturnische Krankheit«.
Die vorgestellten Künstler (Auswahl): Arnold Böcklin, Giorgio de Chirico, Lucas Cranach, Eugène Delacroix, Otto Dix, Albrecht Dürer, Caspar David Friedrich, Johann Heinrich Füssli, Francisco de Goya, Nicholas Hilliard, Edward Hopper, Anselm Kiefer, Franz Xaver Messerschmidt, Ron Mueck, Edvard Munch, Pablo Picasso, Nicolas Poussin, Auguste Rodin, Jean-Antoine Watteau
Ausstellungen: Galeries Nationales du Grand Palais, Paris 10.10.2005-16.1.2006 · Neue Nationalgalerie, Berlin 17.2.-7.5.2006 - Im Buch blättern


Ulrich Hegerl, David Althaus, Holger Reiners
Das Rätsel Depression - Eine Krankheit wird entschlüsselt
Dieses Buch, verfaßt von Fachleuten des renommierten "Kompetenznetzes Depression" sowie einem Betroffenen, erläutert die neuesten Ergebnisse der Depressionsforschung und die erfolgreichsten Behandlungswege. Es zeichnet sich gegenüber herkömmlichen Ratgebern dadurch aus, daß die Erfahrungs- und Lebenswelt von Betroffenen besonders anschaulich gemacht wird. Ein umfassendes Werk, das als zusätzlichen Service einen ausführlichen Adreßteil sowie einen Selbsttest enthält.Depressionen können jeden treffen. Etwa 15 Prozent aller Deutschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben an einer depressiven Störung, wobei Frauen etwa doppelt so häufig davon betroffen sind wie Männer. Die Vereisung der Seele - so eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) - belastet Betroffene in den Industrieländern inzwischen stärker als jede andere körperliche oder seelische Erkrankung.Auch wenn noch nicht alle Ursachen der Depression endgültig benannt werden können, so verfügt man heute doch über eine eindrucksvolle Vielfalt hochwirksamer Medikamente und hilfreicher anderer, u.a. psychotherapeutischer Methoden, mit denen fast allen Erkrankten rasch und erfolgreich geholfen werden kann. Das Rätsel der Depression, das zeigt dieses Buch überzeugend, ist heute in großen Teilen gelöst, und die Therapie- und Hilfsmöglichkeiten für Betroffene und ihre Angehörigen sind vielfältig und erfolgversprechend. Ein wichtiger Beitrag, um eine der häufigsten und am meisten mißverstandenen seelischen Erkrankungen vom Stigma des Mysteriösen und Unheilbaren zu befreien.
Rezension Deutschlandfunk (Auszug): Der Depression haftet das Vorurteil der Selbstverschuldung an. Man solle sich zusammenreißen, sich weniger Stress machen, dann werde es schon gehen. Mit solchen Stigmata und Vorurteilen wollen drei Experten jetzt aufräumen. Der Psychiater Ulrich Hegerl, der Psychologe David Althaus und der Autor Holger Reiners, der selbst Jahre lang an einer Depression litt. Mit ihrem Sachbuch "Das Rätsel Depression. Eine Krankheit wird entschlüsselt" wollen die Drei informieren und aufklären. Die Krankheit Depression kann jeden treffen, das Leiden ist schrecklich, die Heilungschancen aber trotzdem groß. So lauten die Kernaussagen des 272 Seiten dicken Buchs. Die dekliniert das Autorenteam in vier Kapiteln konsequent durch. Klar und für den Laien verständlich ... Die Autoren plädieren für ein kenntnisreiches Vertrauensverhältnis zwischen dem Patienten und dem Behandler. Das Buch gibt Patienten und Angehörigen genug Hintergrundwissen, um sich mündig mit einer vorgeschlagenen Therapieform auseinanderzusetzen. Hilfreich ist das Adressenverzeichnis am Ende des Textes. Dort sind bundesweit wichtige Anlaufstellen aufgelistet. Zur Rezension - Zum Kompetenznetz Depression