Samstag, 31. Oktober 2009

Kinder und Fernsehen

Sybille Holzwarth
Wenn Fernsehen Kindern Angst macht - Zum Umgang von Erzieherinnen mit medienbedingter Angst
Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Pädagogik, Band 9, 2009, 393 S., Ppb., ISBN 978-3-8288-9997-1, Preis: 34,90 €
Auch junge Kinder werden in Nachrichtensendungen mit für sie schockierenden Bildern von Kriegen und Katastrophen konfrontiert. Oft ohne dass ihre Bezugspersonen dies bemerken. Sich selbst vor den beängstigenden Inhalten zu schützen und einfach mal den Fernseher abschalten, ist gerade für junge Kinder aus eigenem Impuls kaum möglich. In begrenztem Maße werden Angsterlebnisse aber sogar von Kindern gesucht. Dieses Phänomen lässt sich beispielsweise beobachten, wenn Kinder gebannt zuhören, wenn Gruselgeschichten erzählt werden. Überschreiten Medienerlebnisse die individuelle Angstschwelle von Kindern, reagieren sie mit Ängsten, die sie in Gesprächen und spielend in den Kindergartenalltag einbringen. Dieses Verhalten richtig zu deuten und darauf korrekt zu reagieren, ist eine Herausforderung für Erzieher. Wenn sie gelingt, wird dadurch die Medienkompetenz der Kinder erheblich gestärkt.
Sybille Holzwarth referiert den Forschungsstand zu medienbedingten Ängsten bei Kindern. Neben dem Entwicklungsstand, dem Geschlecht und der Medienerfahrung der Kinder spielen auch die formale Gestaltung und die Botschaften der Medieninhalte eine Rolle. Kinder können einen Teil ihrer Ängste durch wirksame Bewältigungsstrategien bearbeiten. Die Autorin sensibilisiert für solche Medieninhalte, die die Schwelle einer prickelnden Angstlust überschreiten können. Sie gibt konkrete Hinweise, wie Erzieherinnen und Eltern mit entstandenen Ängsten umgehen können. In der Ausbildung wie in der täglichen Praxis in Kindergarten, Hort, Tagespflege oder Grundschule regen die Empfehlungen zu einem kreativen Umgang mit dem Mediendschungel an. - Inhaltsverzeichnis
Den Text dieses Buches sofort auf den Webseiten des Verlages downloaden zu 27,99 Euro* statt regulär 34,90 Euro*. (PDF-Dateigröße 7,0 MB). Zahlen Sie per Rechnung mit ClickandBuy E-Payment: Tectum Wissenschaftsverlag

Kind – Sterben, Tod, Trauer

Sabine Meinig
Wenn Kinder sterben - Die Arbeit im Kinderhospiz
Tectum Verlag, 150 S., Ppb., ISBN 978-3-8288-9712-0, D: 24,90 €, A: 24,90 EUR, CH: 43,70 sFr.
Das Thema Kinderhospiz ist noch relativ jung, aber brandaktuell. Jährlich eröffnen bundesweit mehrere ambulante und stationäre Kinderhospize. Was geschieht aber nun wirklich in einem Kinderhospiz? Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um als Ehrenamtlicher dort mitarbeiten zu können? Wie reagieren Eltern darauf, wenn sie erfahren, dass ihr Kind lebensbedrohlich erkrankt ist? Sollen sie ihrem Kind die Wahrheit sagen – oder lieber schweigen? Welche Probleme beschäftigen die erkrankten Kinder und Jugendlichen? Wie stellen sie sich den Tod oder das Leben nach dem Tod vor? Welche Hilfen gibt es für die Erziehungsberechtigten? Wie trauern Frauen, Männer oder Geschwister? Sollten Kinder an einer Bestattung teilnehmen?
Dieses Buch richtet sich an alle, die bereits Abschied von einem geliebten Angehörigen nehmen mussten und solche, denen so ein Abschied noch bevorsteht oder die beruflich mit dem Thema zu tun haben. Die Autorin geht einfühlsam mit allen Aspekten um, die sich beim Themenkomplex „Kind – Sterben, Tod, Trauer“ ergeben. Ausführliches Inhaltsverzeichnis
Renzension auf social.net (Auszug): " ... Im Kapitel über die Begleitung des erkrankten Kindes und seiner Angehörigen kommt die Perspektive der Betroffenen zum Ausdruck. Es wird die Begleitung vor dem Sterben aufgriffen, wo zunächst eine Reflexion über den Begriff „Wahrheit“ als Einstieg gewählt wird. Wahrheit ist hier ein Schlüsselbegriff, der immer wieder aufgegriffen wird. Die Wahrheit zu akzeptieren und die Bedeutung der Wahrheit im Umgang mit Eltern, Geschwisterkindern und dem betroffenen Kind werden genauso thematisiert, wie Reaktionen der Beteiligten auf diese unausweichliche Wahrheit. In diesem Teil wird auch die Frage beleuchtet, die sich Kinder und Jugendliche nach Gottes Wirken stellen, wobei Vorstellungen über Sterben, Tod und dem Leben danach ebenso aufgegriffen werden ... " - Zur Rezension

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Zur Misteltherapie

Dr. med. Johannes Wilkens, Gert Böhm
Misteltherapie bei Krebs - die sanfte Revolution. Gezielt vorbeugen, lindern, heilen
geb., Pappband, 192 S., ISBN: 978-3-466-34500-7, € 17,95 [D], € 18,50 [A], CHF 31,90
Die Mistel spielt in der naturheilkundlichen Behandlung von Krebserkrankungen seit langem eine bedeutende Rolle. Der Arzt Johannes Wilkens ist ein hervorragender Kenner dieser Materie und hat die aus der Anthroposophischen Medizin entstandene Misteltherapie nun entscheidend weiterentwickelt, indem er frappierende Analogien zwischen verschiedenen Wirtsbäumen der Mistel und dem Charakter der Erkrankten fand!
Dieses Buch informiert über die immense Heilkraft der Mistel und stellt u.a. 13 Mistelarten und ihre Verbindung von Baum zu Mensch vor. Es schildert, wie eine differenzierte Anwendung der Mistelpräparate die Heilungschancen deutlich erhöhen kann und warum Krebskranke den Kontakt zu ihrer Seele und zur Natur wiederfinden müssen, wenn sie gesunden wollen. Die aufregende Erkenntnis außerdem: Misteln können nicht nur lindern und heilen, sondern sogar vorbeugend »geimpft« werden!
Leseprobe (Auszug): " ... Die klassische Medizin ist in ihrem Kampf gegen Krebs zwar auf einem guten Weg. Aber sie könnte noch erfolgreicher sein, wenn sie ihre Behandlungsmethoden nicht auf den Körper beschränken, sondern beim Patienten ganz bewusst auch die feinstofflichen Aspekte auf der Ebene der Gefühle und des Geistes in den Genesungsprozess einbeziehen würde.
Alternative und ergänzende Krebstherapien tun das. Von der uralten tibetischen Heilkunde bis zur Anthroposophischen Medizin – allen ganzheitlichen Heilsystemen ist eines gemeinsam: Sie sehen die Krankheit als eine Störung, die sowohl den Körper als auch die Seele und den Geist betrifft. Dieser Zusammenhang erfordert auch für das Krebsgeschehen ein grundlegend anderes Verständnis.
Der Mensch ist ein Wesen, in dem sich körperliche, emotionale und geistige Zustände zu einem komplizierten Beziehungsgeflecht vernetzen. Die Zusammenhänge zwischen diesen drei Ebenen sind oft nur schwer durchschaubar, aber es scheint wirklich alles mit allem in Verbindung zu sein – die Organe mit dem Denken, die Gefühle mit den Zellen, die Vorgänge im Hirn mit dem Herzinfarkt und dem Brustkrebs.
Wenn beim Menschen auf einer der drei Ebenen eine Krankheit auftritt, dann hat das auch Folgen für die anderen Ebenen. So bedeutet Heilung nicht nur die Behandlung des körperlichen Leidens, sondern die Wiederherstellung des ganzen Menschen.
Das alte Heilwissen hat den Menschen immer als Einheit gesehen. Eine Trennung von Leib, Seele und Geist gab es nicht. Interessanterweise neigen auch in der Gegenwart immer mehr Forscher, Ärzte und Pharmazeuten der wissenschaftlichen Avantgarde zu dieser Erkenntnis – und gehen in der Krebsbehandlung mit neuen Methoden weit über die eindimensionalen Ansätze der konventionellen Schulmedizin hinaus. Die bekanntesten Methoden einer ganzheitlichen Krebsbehandlung finden sich in der Anthroposophischen Medizin (Misteltherapie), in der Homöopathie, in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), in der Phytotherapie, in der Hyperthermie, in der Enzymtherapie und in der so genannten Selbstregulationsmethode ... " Zur Leseprobe
Misteltherapie, nicht nur bei Brustkrebs hilfreich - von der Frauenärztin Ingrid Gerhard

Der Tod in den Weltkulturen

Dr. Karl-Julius Reubke
Die fremden Gesichter des Todes - Sterben, Tod und ewiges Leben in den Weltkulturen und Weltreligionen
240 S., Broschur, ISBN 978-3-86783-005-8, EUR 19,80 (D), EUR 20,40 (A), sFr 35,90
Das Zusammenwachsen der Welt erfordert eine gleichzeitige Differenzierung im Umgang mit den Kulturen und den einzelnen Menschen. Deren existenziellen Perspektiven nach Sinn und Bestimmung, die in der Frage nach dem Tod kulminieren, erfordern Antworten, die sich im Bereich tradierter Betrachtungen nicht mehr finden lassen. Vor diesem Hintergrund wird das wachsende Interesse an fremden Religionen verständlich.
Das Buch schildert, dass keine der Weltreligionen eine einheitliche Anschauung und Rituale für Sterben und Tod kennt. Totzdem scheint sich ein bestimmendes Motiv wie ein roter Faden durch alle Glaubensrichtungen hindurch zu ziehen, das sich nicht in einheitlichen rituellen Formen als vielmehr in einer gemeinsamen inneren Haltung äußert. Diesem »Geist der Religion« geht der Autor nach.
Materialistisch-naturwissenschaftliche Weltanschauungen wirken im 21. Jahrhundert ebenfalls wie eine weltumspannende Religion. Ihr Paradigma prägt auch unser Verhältnis zum Sterben und zum Tod. Diesen Materialismus zu überwinden, ist ein Hauptanliegen des Autors. Und gleichzeitig beschreibt er eindringlich eine Perspektive, durch die die Weltreligionen verstanden und die Gegensätze von Glauben und Wissen überwunden werden können.

Inhalt

Nachdenken über den Tod
* Schwerlose Gedanken * Philosophen, Dichter, Propheten * … und die nützlichen Wissenschaften * Der Tod kein Thema * Die Weisheit der Religionen * Das Gesicht des Todes * Ein neuer Zugang

Tod als Befreiung – Buddhismus
Die östlichen Religionen und der Buddhismus
* Das alte indische Erbe * Die Wiege der Religionen
* Gautama Buddha * Jainismus
Buddhismus als Religion
Tibetisches Totenbuch / Buddhistische Sterbebegleitung * Buddhistisch sterben heute
Der Tod im Leben des Gautama Buddha
* Buddhas Todeserlebnisse * Der Hingang des Erhabenen
Buddhismus als Religion
* Die Sprache des Buddha * Zen-Buddhismus * Tibetischer Buddhismus * Lamaistische Schulen
Das tibetische Totenbuch und die buddhistische Sterbebegleitung
* Schatztexte * Die Lehre des Bardo Thödol * Was bleibt? * Wie das Totenbuch in Tibet lebte
Buddhistisch sterben heute
* Ein Buddhist stirbt * Die offenen Fragen

Weltreligionen in unserer Zeit
* Was ist Religion? * Was ist eine Weltreligion? * Die Entstehung der Religion * Das Weltparlament der Religionen * Alle Religionen sind an ein Ende gekommen * Toleranz * Wahrheit oder Wahrheiten? * Das Feld des Geisteskampfes

Leib und Seele – Judentum
Judentum als Weltreligion
* Judentum heute * Die zwei Lebensströme
Der seelische Strom
* Die Erschaffung des Menschen * Die Träger der Pflicht * Ein Jude stirbt * Wer entscheidet? * Aufgaben der Familiengemeinschaft * Er allein * Begleiter des Sterbens
Die jüdische Religion
* Epochen der jüdischen Religion * Der Talmud * Jüdische Gemeinschaften
Der leibliche Strom
* Jüdische Reinheitsvorschriften * Unreinheit des Leichnams * Die Reinheitsreligion Zarathustras * Trauer * Die Reinigung * Der Leichnam – eine Unmöglichkeit * Dämonen und Dibbuks
Tragik des Todes
* Auch Sterben ist Pflicht * Ahasver * Uneingelöste Versprechen

Sterben als Ärgernis
* Die »sechste Weltreligion« * Menschwerdung * Sprünge, Übergänge, Emergenzen * Entwicklung – was ist das? * Wissenschaftliche Definition des Todes * Psychologische Konsequenzen * Lebensverlängerung * … darüber muss man schweigen * Erinnerungsstücke * Trauerbewältigung * Wie stirbt ein Materialist? * Steht ein Paradigmenwechsel bevor?

Verantwortung und der Wille Allahs - Islam
Tod in der islamischen Welt
* Die vielen islamischen Opfer von Naturkatastrophen * Der Tod des Propheten
Grundzüge des Islam
* Mohammed und die Entstehung des Korans * Die Ausbreitung des Islam und die erste Spaltung * Die Vielfalt Islamischer Gemeinschaften * Islamische Sekten und die Abspaltungen der Baha'i * Der Islam in neuerer Zeit * Die Krise des Islam im 20. Jahrhundert
Islam und Christentum
* Begegnung von Christentum und Islam im Beginn der Neuzeit * Goethe und der Islam
Muslime begleiten
* Der alltägliche Umgang * Im Umfeld des Todes * Die Bedeutung der Katastrophenopfer für die Zukunft des Islam

Geisteswissenschaft – Zukunft des Todes
* Das Erkenntnisproblem * Was heißt Geisteswissenschaft? * Der neue Ansatz * Ein einsamer Weg * ... von vielen begangen * Die erste Hülle des Menschen * Andere Hüllen * Der Herr im Hause * Weltenwerden * Das Ernstnehmen * Entwicklung und das Böse in der Welt * Die wieder gewonnene Dreigliederung * Das ganze Leben

Tod und Auferstehung – Christentum
Die christlichen Religionen
* Christus und die christlichen Religionen * Der Ursprung der christlichen Religion * Ars Vivendi – ars Moriendi: Sterben und Tod im christlichen Mittelalter * Reformation und Hinwendung zum »rechtschaffenen Leben« * Theologie heute * Der neue Sakramentalismus

Die offenen Fragen im Umkreis von Sterben und Tod
* Fragen aus dem Buddhismus * Fragen aus dem Judentum * Fragen aus dem Islam * Was ist den Fragen gemeinsam

Die Eroberung der Ewigkeit
* Lessings Erkenntnis vom Sinn der Entwicklung * Die Auferstehung des Leibes * Tod und Freiheit

Das Mysterium von Golgatha

Die neuen Gesichter des Todes
* Lebensende heute * Ende der Tradition * Drei Seiten der Menschenwürde * Lebenslauf * Assoziationen

Der König stirbt

Sexuelle Gewalt heute – Der verschlungene Pfad der Therapie

Peter Petersen, Jeanne Rosenhag
Dieser kleine Funken Hoffnung - Therapiegeschichte eines sexuellen Missbrauchs
Zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage, 128 S., Broschur, ISBN 978-3-86783-006-5, EUR 14,80 (D), EUR 15,30 (A), sFr 27,50
Die in den einzelnen Stationen der geschilderten psychoanalytischen Therapie zur Verarbeitung eines jahrelangen sexuellen Missbrauchs durch den Stiefvater entstandenen Texte von Jeanne Rosenhag bilden den Kern des Buches. An ihnen wird nachvollziehbar, wie durch die Entdeckung des innersten Persönlichkeitskerns eine Überwindung der schrecklichen Erlebnisse möglich ist.
Die dem Therapieprozess innewohnende Macht hat eine unglaubliche Verwandlungskraft. Destruktivität wird transformiert. Wenn Transformation von vernichtenden Gewalten der Sinn jeder intensiven Therapie ist, so erscheint damit ebenso ein Auftrag an unsere gegenwärtige Zivilisation: Bändigung von Zerstörungsgewalt ist eine Frage des Überlebens und der Evolution unserer Kultur. Die Autoren geben eine Antwort auf diese existentielle Herausforderung: Durch Intensivierung unserer sinnlichen Welt – zu der die Sprache gehört – und unseres Erlebens mittels der Kunst ist Transformation von Destruktivität möglich.
Die zweite Auflage dieses Therapieberichtes wurde erweitert durch einen gewichtigen Anhang (aus der Feder von Peter Petersen). In diesem Teil ist die intensivierte Wahrnehmungsweise Jeannes sowie das therapeutische Medium, die verdichtete Sprache, reflektiert. Diese Sprache ist ein Kleinod der Therapiegeschichte: Heilkraft der Sprache wirkte nicht nur auf die Patientin Jeanne selbst, diese Kraft war ebenso spürbar in vielen Vorträgen und Seminaren: Für die Teilnehmer wurde das Grauen, die Qual, die Erniedrigung in eine höhere Sphäre des Erträglichen verwandelt – so wie wir es von Nelly Sachs’ und Paul Celans Gedichten über den Horror des Holocaust kennen. Das Motto C.F. Meyers »Kunst poetisiert das Reale – jedoch realisiert nicht das Poetische« lässt sich auch an Jeannes Gedichten ablesen.
Diese Texte über sexuelle Gewalt sind zeitlos. Denn lebensvernichtende Destruktivität wird in eine humane Sphäre gehoben. So wurde auch die biographische und historische Chronologie beibehalten; denn der zeitliche Ablauf gehört zur Authentizität dieses Werkes.
Inhalt
Geleitwort zur Neuauflage - Peter Petersen, Jeanne Rosenhag
Vorwort - Peter Petersen, Jeanne Rosenhag
Sexuelle Gewalt heute - Jeanne Rosenhag
Der verschlungene Pfad der Therapie - Peter Petersen mit Gedichten von Jeanne Rosenhag
1. Einleitung: Um was es geht
2. Eingemauertes Leben: Therapiebeginn und Skizze der Lebensgeschichte
3. Zerstörung und Werden: Der Traum von Hugo Iroin
4. Beginn der Entkrustung: Angst und tiefe Erschütterungen
5. Hass und Aufleuchten des Neuen
6. Licht und Schatten in einer Seele
7. Versöhnung und Abschied
Rückblick - Jeanne Rosenhag
Intensiviertes, perspektivefreies Wahrnehmen - Peter Petersen
Literatur

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Psychiatrie: Kinder und Jugendliche

Marie-Luise Knopp, Klaus Napp (Hg.)
Wenn die Seele überläuft - Kinder und Jugendliche erleben die Psychiatrie
Edition Balance, 220 S., ISBN 978-3-88414-162-5, 12.90 €, 23.50 sFr
Silke hat versucht, sich umzubringen, Peter bekommt in der Schule Angstzustände und Judith verliert sich in Traurigkeit. Doch was tun, wenn die Seele überläuft? Judith, Silke und Peter und viele andere haben schließlich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Hilfe gesucht. Sie haben beschlossen, sich nicht länger zu verstecken und den Vorurteilen gegenüber der »Klapse« mit ihrer Geschichte entgegenzutreten. Ihre authentischen Erlebnisberichte bilden einen Spiegel, in dem sich Jugendliche und Eltern, die Ähnliches erleben, wieder erkennen können. Und vielleicht lernen sie sich nach der Lektüre besser verstehen.

Hörbuch: Wenn die Seele überläuft ... Junge Menschen erleben psychische Krisen
Das Hörbuch zu »Wenn die Seele überläuft ...« und »Irrwege, eigene Wege« (vergriffen). Hörbuch+CD-ROM, ca. 70 Minuten, mit Textdateien, durch die Texte führt Campino. ISBN 978-3-88414-263-9, 14.90 €, 26.80 sFr
"Als ich ein kleiner Junge war, haben viele Leute über mich gesagt, ich sei "nicht ganz normal". Das sagt man auch heute noch des Öfteren über mich, aber mit einem ganz anderen Tonfall. Früher wurde ich für mein "Anderssein" gehänselt - heute zollt man mir dafür Respekt, und ich muss aufpassen, dass meine "Verrücktheit" nicht als Markenzeichen missverstanden wird." Campino, Die toten Hosen
Das 12. bis 18. Lebensjahr Jugendlicher - ihre "Schulzeit" in vielfältigem Sinne - konfrontiert die Heranwachsenden nicht nur mit ihren körperlichen Veränderungen, sondern auch mit der Frage nach ihrer Identität. Sie streben größere Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit an und entwerfen allmählich einen Lebensplan. In dieser Zeit sind psychische Krisen normal ... - Mehr dazu in unserem Ratgeber Kinderbuch

Psychiatrie-Erfahrene als Peers

Jörg Utschakowski und andere (Hg.)
Vom Erfahrenen zum Experten - Wie Peers die Psychiatrie verändern
Psychiatrie Verlag 2009, 260 S., ISBN 978-3-88414-470-1, 24.95 €, 42.90 sFr
Peer-Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung psychiatrischer Arbeit. Bock, Utschakowski und Sielaff schildern in "Vom Erfahrenen zum Experten" Erfahrungen mit der Peer-Arbeit. Außerdem geht es auf die Voraussetzungen sowohl für die Psychiatrieerfahrenen ein, die sich als Peer qualifizieren wollen, als auch für die Institutionen, die mit Peers arbeiten wollen. Es regt zu einem Umdenken bei den in der Psychiatrie Tätigen an und setzt den Recovery-Ansatz praktisch um.
Peers sind Menschen mit Psychiatrieerfahrung, die in die fachliche Begleitung von z.B. psychotischer Menschen oder Menschen mit Borderline einbezogen werden. Psychiatrieerfahrene Menschen kennen die Erlebniswelt von psychisch Kranken aus eigener Erfahrung. Daher haben sie einen anderen Zugang zu psychisch kranken Menschen. Peers kennen deren Gefühle und Erlebnisse, die diese selbst vielleicht gar nicht angemessen artikulieren können, weil sie an ihrem Erleben zu nah dran, wenn nicht mitten drin sind.
Der große Vorteil der Peerarbeit:
* Menschen mit Psychiatrieerfahrung wissen, was ihnen selbst warum geholfen hat und was ihnen gefehlt hat.
* Sie sind selbst den Weg gegangen, den die akut Erkrankten noch vor sich haben.
* Sie sind lebendes Zeugnis dafür, dass es einen Ausweg, eine Lösung für das psychische Problem gibt.
Die Peerarbeit ist aber auch von großer Bedeutung für die Peers selbst, da sie ihnen hilft, sich ein neues, sinnerfülltes Dasein aufzubauen, indem sie ihre Erfahrungen nutzbringend für andere einbringen. Und auch Ärzte, Therapeutinnen und Pflegepersonal profitieren, wenn sie die Erfahrungen der Peers in ihre Arbeit mit einbeziehen - sie kommen dem Erleben der Betroffenen näher und finden einen Übersetzer, eine Übersetzerin für oft unartikuliertes Leiden.
Rezension von BASTA - Das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen: " ... Das Buch „Vom Erfahrenen zum Experten“ gibt einen Überblick über die gesammelten Erfahrungen der Herausgeber. Es schildert eindringlich, wie wichtig es ist, das Wissen von Psychiatrieerfahrenen professionell zu nutzen und aus Erfahrenen Experten werden zu lassen. Es werden nicht nur die Vorteile des professionellen Einsatzes von Psychiatrieerfahrenen als Experten anschaulich dargestellt, auch die Fallstricke, denen sich die Personengruppe im professionellen Bereich aussetzen muss, bleiben nicht unerwähnt ... "
"BASTA - Das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen" ist Teil des weltweiten Programms der World Psychiatric Association (WPA). Das Programm „open the doors“ richtet sich gegen Stigmatisierung und Diskriminierung psychisch erkrankter Menschen. - BASTA-Webseiten

Sterbebegleitung

Eva Saalfrank
Innehalten ist Zeitgewinn - Praxishilfe zu einer lebendigen Sterbekultur
Lambertus Verlag 2009, kt. brosch., 350 S., ISBN 978-3-7841-1917-5, 21,00 € (D), 35,90 Fr. (CH)
Wie können Menschen in helfenden Berufen und in der Begleitung Sterbender die eigene Empathiefähigkeit und mitfühlende Gelassenheit stärken, anstatt sich gegenüber dem alltäglichen Leid abzuschotten oder daran allmählich auszubrennen? Die Publikation ist sowohl anschaulicher Forschungsbericht über Projekte am Universitätsklinikum Heidelberg, wie auch Inspiration für Praktiker und Kursleiterinnen zur achtsamen Selbstfürsorge in Beruf und Sterbebegleitung.
Die Autorin und OASIS - Forum für achtsames Leben und Sterben: Vision, Konzeption und die Ziele von OASIS basieren auf den Erfahrungen und Ergebnissen des Projekts „Netzwerk achtsame Sterbekultur“, das fünf Jahre lang im Institut für Medizinische Psychologie der Universitätsklinik Heidelberg wirkte. Der OASIS e.V. setzt diese Arbeit fort ... OASIS

Das neue Gesetz zur Regelung der Patientenverfügung

Patientenverfügung
Am 1.09.2009 tritt das vom Deutschen Bundestag am 19.06.2009 beschlossene neue Gesetz zur Regelung der Patientenverfügung (3. Gesetz zur Änderung des Betreuungsrechts) in Kraft. Zum besseren Verständnis des Gesetzestextes hat der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas Klie (Ev. Hochschule Freiburg) eine Handreichung erarbeitet, die auf wesentliche Punkte des Gesetzes eingeht. Nachfolgend sind der Gesetzestext, die Handreichung sowie die dazu vom DHPV herausgegebene Presseerklärung als Download eingestellt. - Zu den Informationen

Leben und Tod - Messe 2010 in Bremen

LEBEN UND TOD
so heißt die neue Veranstaltung der Messe Bremen vom 6. und 7. Mai 2010. Sie beschäftigt sich mit den Themen: Vorsorge, Pflege, Begleitung, dem Abschied-Nehmen, der Trauer sowie dem Sterben in Würde.
LEBEN UND TOD richtet sich sowohl an Fachleute aus der Hospiz- und Altenpflege, aber auch an Interessierte, Angehörige und generell an Menschen, die dieses Thema betrifft. Mit diesem Konzept ist unsere Veranstaltung einmalig in Deutschland. Es wird immer noch ungern in unserer Gesellschaft über das Sterben gesprochen, obwohl es uns doch alle betrifft. Deshalb möchten wir ein Forum schaffen, in dem Sie sich ganz offen, unabhängig, ohne Scheu und in angenehmer Atmosphäre informieren können, Fragen stellen dürfen und so miteinander ins Gespräch kommen. - Zu den Webseiten

"Wir können uns nicht aussuchen, wie wir sterben - oder wann.
Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben." (Joan Baez)

Dienstag, 27. Oktober 2009

Mensch, reguliere Dich selbst

Frank Meyer
Besser Leben durch Selbstregulation - Ein heilsamer Begleiter durch Gesundheit und Krankheit
239 S., kt., ISBN 978-3-924391-38-6, € 16,80
Jeder Mensch trägt in sich selbst die Quelle der Gesundheit und verfügt über Kräfte zur Selbstheilung, die nur geweckt werden müssen. Aber jeder muss selbst herausfinden, was ihm gut tut.
" ... Der Grad seiner körperlichen und seelischen Gesundheit, seine Heilungschancen im Krankheitsfall und seine Aussichten, ein aktives Leben bis ins hohe Alter zu führen, hängen davon ab, in welchen Maße er sich dieser Kräfte bewusst wird, inwieweit er sie ausbilden und zur Wirksamkeit bringen kann.
Die Kräfte, von denen hier die Rede ist, sind seelischer Art. Sie werden auch als die Fähigkeit zur Selbstregulation bezeichnet. Natürlich sind unsere Möglichkeiten, ein langes, gesundes und aktives Leben zu führen, auch von einer ganzen Reihe anderer Faktoren bestimmt, deren Zusammenhang mit der seelischen Innenwelt zunächst nicht erkennbar ist. Umwelteinflüsse, physische Risikofaktoren, Gifte und Mikroorganismen, gesellschaftliche Verhältnisse, Erziehung und individuelle Erbanlagen, die untereinander vielfältige Wechselwirkungsbeziehungen eingehen, stellen unseren Organismus immer wieder vor neue Herausforderungen.
Wenn wir diesen Herausforderungen nicht gewachsen sind, werden wir krank. Den krankheitsauslösenden Faktoren gegenüber macht sich aber immer wieder unsere Fähigkeit zur Selbstregulierung geltend ... " (Dr. Frank Meyer)
Dabei will der Arzt und Gesundheits-Autor Dr. med. Frank Meyer mit diesem Buch eine Hilfe bieten. In leicht verständlicher Form stellt er Informationen bereit, die die Fähigkeit der Selbstregulation wecken. Elementare Zusammenhänge von Körper, Geist und Seele werden im Blick auf verbreitete Krankheitsbilder gut verständlich dargestellt. Viele praktische Übungen helfen ausserdem dabei, in konkreten Krankheitssituationen gleich mit der Selbstregualtion zu beginnen oder aktive Salutogenese zu betreiben.

Theophrastus B. von Hohenheim, genannt Paracelsus

Olaf Rippe und andere
Paracelsusmedizin
AT-Verlag, 344 Seiten, farbig und schwarzweiss illustriert, geb. mit Schutzumschlag,
ISBN: 3-85502-692-0, EUR 37,90, CHF 64.00,
Neben einer Darstellung der Grundlagen des paracelsischen Weltbilds geht es in diesem Buch in erster Linie um die praktische Umsetzung seiner Denkansätze in der modernen Naturheilpraxis. Anhand typischer Krankheitsbilder werden die überlieferten Therapieverfahren wie Entgiftung, Immunstimulation oder Konstitutionstherapie dargestellt. Im Mittelpunkt der Therapie stehen Metallpräparate, aber auch Arzneien aus der Pflanzen- und Tierwelt, die Paracelsus vor allem nach astrologischen Gesichtspunkten auswählte.
Ein besonderes Kapitel befasst sich mit Quecksilber, als Heilmittel und Gift. Entgiftungskonzepte, die Paracelsus als einer der Ersten konsequent verwendete, zeigen, wie aktuell sein Wissen noch heute ist. Aber auch die Erfahrungen aus der Volksmedizin werden berücksichtigt, wie die "Sympathiemagie". Zahlreiche paracelsische Methoden und Rezepte belegen den Einfluß der alteuropäischen Heilkunst - ähnliches findet man heute noch im Schamanismus. Beachtung finden auch die überlieferten Wege der Heilmittelerkenntnis wie die Signaturenlehre. Hierbei sucht man nach Gemeinsamkeiten im Erscheinungsbild von Krankheit und Heilmittel. Medizin wird so zu einer sinnlichen Entdeckungsreise, fern ab von Tierversuchen und Gentechnik.
Ebenso bedeutsam sind die alchimistischen Vorstellungen zur Herstellung von Arzneien. Paracelsus war zwar in erster Linie Heilkundiger, in zweiter Linie aber auch Alchimist. Er suchte allerdings nicht nach Wegen zur Herstellung von Gold, sondern er erforschte die Welt der Naturstoffe und Gifte, um sie durch die Kunst der Alchimie in "wahre" Arzneien zu verwandeln.
Inhaltsverzeichnis: Vorwort • Der Lebensweg des Paracelsus
Die fünf Wege des Heilens:Über die Entienlehre des Paracelsus
Die Gewalten über den Menschen
Die fünf möglichen Ursachen von Krankheiten • Die Entien und ihre Heilverfahren • Sieben Wege zum Wissen • Die vier Säulen der Heilkunst • Die fünf Arzttypen
Das Ens astrale - Der Mensch erkrankt aus Sympathie zum Gestirn
Die Macht der Gestirne • Wenn die Sterne uns infizieren • Wie man sich aus den Fängen der Sterne befreit • Schutz vor dem "Schweiß" der Sterne • Wie man die Dämonen der Pestilenz ausräuchert
Das Ens veneni - Über den Alchimisten im Menschen
Wenn Nahrung krank macht • Der innere Alchimist • Die Dyskrasie, die Mutter aller Krankheiten • Wie man den inneren Alchimisten heilt • Die Entgiftung, die Mutter aller Therapien • Ausleitungsverfahren - Von der Natur abgeschaut
Das Ens naturale - Heilen im Einklang mit den Sternen
Das geistige Firmament im Menschen • Die sieben Planetenmetalle • Das kosmische Wesen der Pflanzen • Das synergistische Rezept • Das lunare Gehirn • Lungenkraft ist Lebenskraft • Wenn einem etwas an die Nieren geht • Wenn Ängste lähmen oder einem die Galle üläuft • Der innere Alchimist und die Laus auf der Leber • Die Milz, das Organ des langen Lebens • Das Sonnenorgan Herz • Die vier Mütter des Lebens • Das Kräftespiel der Elemente • Die Elemente in der Therapie • Die Tria Principia - Die Dreigliedrigkeit der Welt • Die Pflanze in Analogie zum Menschen
Das Ens spirituale - Zauberei und die Macht des Geistes
Wenn der Spiritus leidet, so leidet der Leib • Wenn zwei sich streiten... • Spieglein, Spieglein an der Wand... • Arkana für die Seele • Wenn man den Teufel an die Wand malt • Johanniskraut und andere Schutzengel in Pflanzengestalt • Magische Angriffe heilt man magisch
Das Ens dei - Die Macht des Schicksals
Krankheit als Fegefeuer • Der Sündenfall und die Freiheit des Menschen • Das Unheilbare, der Tod und das Schicksal • Die Erkenntnis höherer Welten
Signaturenlehre: Urweg der Naturerkenntnis
Was ist Signaturenlehre?
Von der Natur abgeschaut • Zufall und andere Naturgesetze • Das Alphabet der Natur • Die Vielfalt der Zeichen • Zwischen Naturmystik und Wissenschaft • Signaturenlehre heute • Die Schulung der Sinne • Der Natur lauschen • Die Pflanzen der Eingeweihten • Die Zeichen der Götter, Engel und Pflanzengeister
Organsignaturen der Pflanzenwelt
Heilen mit dem pflanzlichen Ebenbild • Anatomische Verwandtschaften
Spiegelbilder der Krankheit
Ähnliches mit Ähnlichem
Mit Stacheln und Dornen bewaffnet
Stechen gegen Stechen
Standort als Signatur
Wegbegleiter der Zivilisation • Ruderalpflanzen contra Zivilisationskrankheiten • Heilpflanzen an Orten des Unheils • Störzonen und Zeigerpflanzen • Sonnenanbeter und Schattenblümlein • Was die Steine bricht
Die Alchimie des Paracelsus
Die Essenz der Alchimie
Die Mutter aller Wissenschaften • Prima Materia und die vier Elemente • Grobes und Feines: Die Quintessenz oder das "fünfte Wesen" • Die drei Prinzipien (Tria Principia) • Das Zusammenspiel der drei Prinzipien • Sal, Sulfur und Merkur im Vergleich • Die Beziehung zwischen Elementen und Prinzipien bei Paracelsus • Chemie für Alchimisten • Alchimie für Chemiker
Der Weg zur wahren Arznei
Das Wesen der Metalle • Über Vitriol und andere Metallverbindungen • Das Geheimnis der Planetenmetalle • Arsen und Antimon - ihre besonderen Heilkräfte • Über Schwefel und Wasser • Vom Königswasser und anderen Korrosiva • Pflanzen und Tiere in der Alchimie • Einige Kunstgriffe des Meisters • Magisterium, Quintessenz, Arkanum und Elixier, die vier Arzneispezialitäten der Paracelsusmedizin
Alchimistische Firmenkonzepte
In der Tradition alter Meister - Zimpel-Spagirik (Staufen-Pharma, Göppingen) • Spagirik nach Dr. Beyersdorff (Pekana Arzneimittel, Kisslegg) • Der Ouroboros und die Arznei (Soluna Arzneimittel, Donauwörth) • Der anthroposophische Weg zum Arkanum • Rhythmen tragen das Leben (Wala Heilmittel, Bad Boll) • Metalle - Erinnerungsträger der Schöpfung (Weleda AG, Schwäbisch Gmünd
Quecksilber - Gold der Alchimisten
Merkur und Mercurius
Das Wesen des Mercurius • Der Schaden des Mercurius • Medizinische Anwendung von Quecksilberverbindungen
Quecksilbervergiftung - Krankheit des Mondes der Erde
Die Philosophie der astronomischen Physica • Therapeutische Aspekte der Quecksilberentgiftung • Quecksilberentgiftung nach Paracelsus • Arzneimittel des Paracelsus • Quecksilberentgiftung ein halbes Jahrtausend nach Paracelsus • Gib nur ein, hilfts, so hilfts! • Gedanken zur Diagnostik und Arzneiwahl
Epilog: Geistbewegendes bei Paracelsus
Laudanum sanctum, das "heilige Gelobte" • Muse Laudanum, das "Gelobte" • Die Pappelsalbe (Unguentum populeum) • Volksmedizin - Hexenmedizin • Der Meister der Dosierung
Literaturverzeichnis • Stichwortindex • Heilmittelindex • Danksagung - Mehr zum Thema auf Natura Naturans

Montag, 26. Oktober 2009

Wissen ist die beste Medizin

Stiftung Gesundheit
"Wissen ist die beste Medizin"
Die Stiftung Gesundheit ist eine gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts. Sie wurde 1996 errichtet und wird durch die Stiftungsaufsichtsbehörde kontrolliert. Satzungsgemäße Aufgabe der Stiftung ist es, Transparenz im Gesundheitswesen zu fördern und praktische Orientierungshilfe zu bieten. Satzungszwecke:
1. geprüfte Ratgeber - 2. Arzt-Auskunft - 3. Publizistik-Preis
Zum Beispiel zum Thema "Patientensicherheit": 10 . Deutscher Medizinrechtstag – Vokabellernen in Mainhatten
Wissen Sie, was der Patientforsikringsforening ist? Auf dem zehnten Deutschen Medizinrechtstag in Frankfurt am Main erhielten die Zuhörer vom Referenten Klaus Fischer einen Dänisch-Crashkurs. Der Rechtsanwalt aus Flensburg gab einen Überblick über das Verfahren bei Arzthaftungsfällen in dem skandinavischen Land. Zwar erließ er dem Publikum am Ende den angedrohten Vokabeltest, doch konnte er nicht verhindern, dass alle etwas lernten: Der Däne an sich ist konfliktscheu. Die Frage nach der Schuld des Arztes wird in einem Arzthaftungsverfahren nicht thematisiert – statt dessen wird umfassend aus staatlichen Mitteln entschädigt, wenn durch unzureichende Behandlung ein Schaden entstanden ist. Der Patientforsikringsforening (”Patientenversicherungsverein”) tritt als neutraler Mittler auf. Eine Welt ohne Streit ... Weiterlesen im Stiftungs-Blog

Sonntag, 25. Oktober 2009

Wille als eine konstruktive Kraft

Roberto Assagioli
Die Schulung des Willens - Methoden der Psychotherapie und der Selbsttherapie
Junfermann Verlag 2008, 230 S., kt., ISBN: 3-87387-202-1, ISBN 13: 978-3-87387-202-8, 22,00 EUR
Mit diesem einzigartigen Buch will Assagioli den menschlichen Willen in den Mittelpunkt des alltäglichen Lebens zurückführen. Hier findet sich nichts mehr von der alten Vorstellung, der Wille müsse "hart und unerbittlich sein, um die Triebe der Persönlichkeit zu unterdrücken und zu verurteilen". Statt dessen definiert der Autor den Willen als eine konstruktive Kraft, die die Intuitionen, Antriebe, Gefühle und Vorstellungen des Menschen zu einer ganzheitlichen Verwirklichung des Selbst lenkt. Der Autor schlägt dazu einige Übungen vor, die der Leser zu Hause ausführen kann, damit er seinen Willen zu einer optimalen Nutzung auf allen Ebenen der Existenz ausbilden kann - vom personalen zum transpersonalen Willen bis hin in den Bereich, wo der individuelle Wille mit dem universalen Willen zusammenfließt. Durch eine solche Umgestaltung wird der Wille ein wesentlicher Bestandteil einer "Psychologie der Freude". Das Buch ist leicht verständlich geschrieben; es wendet sich an jeden, der ein Interesse an der Schulung seines Willens hat und auf diese Weise seine Selbsterfahrung vertiefen möchte. Es kann aber zugleich als ein Handbuch für Psychologen, Psychotherapeuten, Berater, Pädagogen u.a. dienen, die hier vielfältige Übungsanleitungen für ihre Praxis finden. Ein Grundlagenwerk zur von Assagioli begründeten »Psychosynthese« und gleichzeitig Trainingshandbuch zur praktischen Schulung des Willens. Für alle am Thema Willen & Wollen Interessierte.
Aus dem Inhalt: Erster Teil: Die Natur des Willens - Einleitung - Die existentielle Erfahrung des Willens - Die Eigenschaften des Willens - Der starke Wille - Der geschickte Wille: Psychische Gesetze - Praktische Anwendung des geschickten Willens - Der gute Wille - Liebe und Wille - Der transpersonale (spirituelle) Wille - Der universale Wille
Zweiter Teil: Die Stadien des Wollens - Von der Absicht zur Verwirklichung - Zweck, Bewertung, Motivation, Absicht - Erwägung, Wahl und Entscheidung - Bekräftigung - Planen und Programmieren - Die Leitung der Durchführung -
Dritter Teil - Der freudige Wille - Das Willensprojekt -
Anhang - Selbstidentifikationsübung - Denken und Meditation - Fragebogen über den Willen - Historischer Überblick - Differentielle Psychologie
Vorwort: Jeder kann die existentielle Erfahrung des "Wollens" machen oder hat sie gemacht - aber oft ohne volle Erkenntnis oder klares Verstehen. Dieses Buch wurde als eine Einführung und ein Führer für solche Erfahrungen und als ein Trainingshandbuch geschrieben. Es ist für die Erforschung, die Entwicklung und den Gebrauch des Willens gedacht. Es behandelt nicht nur die Art und Weise, wie der Wille gewöhnlich funktioniert, sondern wie er am besten funktionieren kann. Es beschreibt die Eigenschaften des Willens und seine verschiedenen Aspekte, die Stadien der gewollten Handlung und die Ziele, auf die diese Handlung sich ausrichten kann. Das Buch ist im wesentlichen eine phänomenologische Untersuchung auf der Basis meiner eigenen Erfahrung und von Aussagen und Berichten meiner Klienten, Studenten und Kollegen über viele Jahre hin.
Dr. Roberto Assagioli war in der Linie von Sigmund Freud, C.G. Jung und Abraham Maslow einer der führenden modernen Psychologen. Als Psychoanalytiker der ersten Stunde gehörte er seit 1910 zu den Wegbereitern der Psychoanalyse in Italien - wobei er jedoch betonte, daß Freud die höheren Bereiche der menschlichen Natur außer Acht gelassen habe. Im Laufe vieler Jahre hat er (bis zu seinem Tode 1974) eine umfassende Psychologie und Psychotherapie entwickelt, die er "Psychosynthese" genannt hat. Nach dem Verständnis der Psychosynthese strebt der Mensch von Natur aus nach einer Harmonie in sich selbst und mit der Welt. Assagiolis Konzept des Willens hat hierin eine zentrale Bedeutung.
Die vielen auf diese Weise gesammelten empirischen Daten ergeben eine sichere Grundlage für eine Beschreibung der verschiedenen Methoden, Techniken und Übungen zur praktischen Schulung des Willens und für seine bestmögliche Ausübung auf allen Ebenen der Existenz: vom Personalen zum Transpersonalen, bis hin in den Bereich, wo der individuelle Wille mit dem universalen Willen verschmilzt.
Dieses Buch ist auch eine einleitende Darstellung der Handlung des Wollens aus der Sicht der neueren Entwicklungen in der Psychologie - das heißt der existentiellen, der humanistischen und der transpersonalen Psychologie -, obgleich sie auch Wurzeln in verschiedenen älteren Beiträgen hat.
Weil das Thema so herausfordernd ist, habe ich den Stil so einfach wie möglich gehalten. Aber gelegentlich ist diese Einfachheit irreführend. Ich denke, daß dieses Buch nicht nur als interessante Information gelesen, sondern auch mit Gewinn tiefgehend studiert werden kann und daß die vielen Techniken im täglichen Leben geübt und angewandt werden können. Die Kapitel über Liebe und Wille, über den Transpersonalen Willen und den Universalen Willen mögen besonderer Berücksichtigung wert sein, da ihre Themen für viele Leser vielleicht neu sind.

Ratgeber im Pflegefall

Rainer Reitzler
Wenn Eltern Pflege brauchen - So begleiten Sie Ihre Mutter und Ihren Vater
192 S., Broschur, ISBN 978-3-86910-004-3, 12,90 EUR
Wenn die eigenen Eltern älter werden, verdrängen die erwachsenen Kinder häufig den Gedanken an die bevorstehende Pflege. Solange alles gut läuft und die Eltern sich selbst versorgen können, wird dieses Thema nur in den allerseltensten Fällen angesprochen. Es ist ein Tabuthema. Die meisten Kinder verschließen die Augen davor, dass die Eltern plötzlich auf Hilfe angewiesen sein könnten, die meisten Eltern schweigen, weil sie ihre Kinder nicht belasten wollen. Häufig kommt der Ernstfall dann durch eine schwere Erkrankung plötzlich und unerwartet.
Dieser Ratgeber erklärt, wie Kinder die Pflege ihrer Eltern liebevoll und sachkundig organisieren können, ohne ihr selbstbestimmtes Leben zu verlieren. Anhand von vielen Beispielfällen zeigen die Autoren praktische Lösungswege auf. Checklisten zu jedem Thema bieten verständliche Orientierung.
Aus dem Inhalt: Wenn den Eltern etwas passiert …: Hilfe organisieren – aber wie? Wie kann die Krankenkasse helfen? Wo kann man nach Hilfen für zu Hause fragen? / Wie bekommt man Leistungen der Pflegeversicherung? In zehn Schritten zur Leistung / Der Pflegeantrag / Pflegeeinstufung / Leistungen anderer Träger / Wenn die schlechten Zeiten von Dauer sind: Organisationen, die den Alltag erleichtern / Pflege zu Hause: Wenn der Gutachter kommt, Leistungen bei häuslicher Pflege / Pflegenotstand: Die schlimmsten Fallen der Pflegeversicherung / Seniorengerechtes Wohnen / Wohin bei fortgeschrittener Pflegebedürftigkeit? Endstation Pflegeheim? Wie findet man ein gutes Heim und was kostet es? Was müssen Angehörige an Heimkosten beisteuern?/ Private Pflegezusätze und was sie kosten / Lebensende in Würde: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Hospiz- und Palliativpflege

Samstag, 24. Oktober 2009

Pharmaindustrie: Umsatz statt Heilung

Klaus Martens
Heilung unerwünscht
erscheint Anfang November im DuMont Verlag, Broschur, ISBN 978-3-8321-9531-1, ca. EUR 16,95 [D], 29,50 sFr.
"Falls Sie denken, dass die Pharmaindustrie Medikamente auf den Markt bringt, um Ihnen zu helfen – vergessen Sie es."
Umsatz statt Heilung: Allein in Deutschland leiden über fünf Millionen Menschen an Neurodermitis und Psoriasis, an entzündlichen und quälend juckenden Hautflächen. Längst könnte ihnen geholfen werden, wenn sie mit einer Salbe behandelt würden, die alle medizinischen Zulassungsprüfungen glänzend bestanden hat. Die Hautcreme ist hochwirksam, nach Stand der Wissenschaft frei von jeglichen Nebenwirkungen und eine Alternative zu gängigen Präparaten. Aber gerade weil das Medikament wirkt und preiswert ist, fürchten manche Pharmakonzerne die Konkurrenz. Mit Kortison und Immunsuppressiva lassen sich Milliarden verdienen – das neue Medikament würde den Markt nur stören. Folgerichtig war die Industrie bis heute nicht an der Herstellung interessiert.
Die Geschichte der B12-Salbe offenbart, dass Hilfe für die Patienten oft nur ein Teilaspekt der Marktstrategien der Industrie ist. Klaus Martens hat unter den zahlreichen Fällen zweifelhafter Arzneimittelangebote ein Medikament entdeckt, das in der Lage ist, Millionen Patienten zu helfen, und das von unabhängigen Wissenschaftlern als „Juwel im Verborgenen“ bezeichnet wird.
Das Buch zur TV-Dokumentation: Mit Rezeptur der Salbe, die bei Neurodermitis und Psoriasis hilft. "Klaus Martens weiß seine Geschichten auf faszinierende Weise zu erzählen." Die Jury des Helmut-Schmidt-Preises.
WDR-TV-Dokumentation über Neurodermitis-Salbe (Auszug): " ... Reaktionen auf "Heilung unerwünscht". Die WDR-Story "Heilung unerwünscht" berichtete über den gescheiterten Versuch eines Erfinders, eine Creme gegen Hautkrankheiten in Kooperation mit großen Pharma-Konzernen zu vermarkten. Das Thema sorgt für reichlich Diskussionsstoff ... Nach Ausstrahlung der Sendung am Montag (19.10.09) in der ARD wurde bekannt, dass die Remscheider Firma Regeneratio Pharma, die Inhaberin des Patents ist, die Salbe unter dem Namen "Regividerm" in Zusammenarbeit mit einer Schweizer Vertriebsfirma auf den Markt bringen will. Nach Auskunft von Regeneratio Pharma soll die Salbe Mitte November in Apotheken erhältlich sein. 100 ml würden dann laut unverbindlicher Preisempfehlung 28,85 Euro kosten ... " WDR-Dokumentation
PHÖNIX (Auszug): " ... Neurodermitis und Psoriasis haben sich wie Volkskrankheiten verbreitet. Allein in Deutschland leiden fünf Millionen Menschen unter den entzündlichen und juckenden Hautveränderungen ... Der Film zeigt, mit welchem Ergebnis die Creme in einer Studie in den USA an Kindern durchgeführt wurde und dokumentiert, wie sie unter Aufsicht eines Hautarztes bei einer Neurodermitis-Patientin gewirkt hat ... Weiter auf PHÖNIX - Videostream von “Heilung unerwünscht” in der Mediathek der ARD
" ... Der Erfinder der Salbe, Karsten Klingelhöller , der sein Mittel “Regividerm” genannt hat, behauptet übrigens nicht, dass man Neurodermitis damit HEILEN könne, denn Neurodermitis IST nicht heilbar, aber nebenwirkungsfreie Linderung (und zwar extrem!) - das ist doch schon etwas, wonach sich so mancher Juckreiz-Geplagte und durchs viele Kratzen Zerschundene sehnt ... " Quelle: Blog "Tage wie diese"

Freitag, 23. Oktober 2009

Lebenslange Rauchpause

Maja Storch
Rauchpause - Wie das Unbewusste dabei hilft, das Rauchen zu vergessen
Mit einem Vorwort von Otto Brändli. Huber Verlag 2008, 131 S., 19 Abb., Kt., ISBN: 978-3-456-84632-3, EURO 14.95, CHF 24.90
Nicht nur die körperlichen Aspekte sind wichtig beim Rauchverzicht, auch die Psyche muss das Rauchen vergessen - denn Rauchen hat etwas mit der eigenen Identität zu tun!
Warum raucht man eigentlich überhaupt? Warum kann man nicht einfach wieder aufhören? Und warum ist es so qualvoll, mit dem Rauchen aufzuhören? Was hat die Psyche mit dem Rauchen zu tun?
Die Erfolgsautorin und Psychologin Maja Storch zeigt in ihrem Buch, dass beim Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören, nicht nur der körperliche Entzug bedacht werden muss. Auch das psychische System, vor allem das Unbewusste, muss damit einverstanden sein, denn die Zigarette hat meistens auch mit persönlicher Identität zu tun. Storch zeigt, dass das Rauchen durch unbewusste Lernvorgänge mit positiven Erinnerungen verknüpft ist, die – oft unbemerkt – zu einem Bestandteil der eigenen Identität werden. So kann z. B. die Zigarette (die ein Cowboy auf einem Pferd raucht) mit Freiheit und Abenteuer verbunden sein, ohne dass dies jemals so richtig bewusst wird. Daher ist nicht nur der körperliche Entzug ein Thema sondern auch die Neuorganisation des gesamten psychischen Systems: Es braucht eine neue Identität, die sich auch ohne das Rauchen gut und «komplett» anfühlt.
In «Rauchpause» werden verständlich und anschaulich die theoretischen Grundlagen, die zum Verständnis dieser Zusammenhänge benötigt werden, erläutert. Anschließend wird anhand des amüsanten Beispiels der Autorin selbst und weiterer Fallbeispiele gezeigt, mit welchen Schritten ein qualfreier, identitätsgerechter Neubeginn in die lebenslange Rauchpause eingeleitet werden kann. Das Buch entstand auf Initiative der Lungenliga Zürich.
Inhalt: Vorwort - Einleitung - 1 Rauchen ist groflartig - 2 Das Unbewusste - 3 Die Funktionsweise von Verstand und Unbewusstem - 4 Das Rauchen und mein ganz normales Leben - 5 Geschichten von anderen Rauchenden - 6 Mein guter Grund, mit dem Rauchen aufzuhören - 7 Mit dem Rauchen aufhören - 8 Motivkon.ikte - 9 Die somatischen Marker - 10 Die Zielpyramide - 11 Bilder sind die Treppe ins Unbewusste - 12 Mottoziele mit Wunschelementen bauen - 13 Wenn-Dann-Pläne - 14 Das Rauchen vergessen - Nachwort - Wie Zigaretten wirken: Medizinische und körperliche Aspekte des Rauchens - Leseprobe ... Arbeitsblätter ... FAZ-Artikel zum Buch ... Webseiten der Autorin

Für eine frauenspezifische Behandlung

Ingrid Gerhard
Das Frauen-Gesundheitsbuch
Haug Verlag 2009, 350 S., 33 Abb., 4 Tab., kt. ISBN: 9783830422617, EUR [D] 29,95, EUR [A] 30,80, CHF 50,90 (CH)
Frauen sind etwas Besonderes ... und ihre Gesundheit auch. Frauen erkranken anders und benötigen eine spezifische, auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Behandlung. Doch zu oft findet das in der Arztpraxis kein Gehör. Die renommierte Autorin kennt aus der jahrzehntelangen Praxis die "kleinen und großen Unterschiede". Sie zeigt, welche ärztliche Therapie und Selbsthilfe Frauen langfristig zur Gesundheit verhelfen. Werden Sie Gesundheitsmanagerin.
Frauen wollen in jeder Lebensphase vital und gesund sein. Und sie wollen dafür selbst aktiv werden. Von Vorsorge bis Homöopathie zeigt Ihnen dieses Buch Wege, die Sie verlässlich unterstützen. * Frauengesundheit heute: Wie eine frauenspezifische Medizin aktive Frauen heute unterstützen kann * Rundum gesund bleiben: Energetische Übungen, gezielte Entspannung, richtige Ernährung und Vorsorge * Frauensache: Wie eine ganzheitliche Medizin die Vorzüge von Schulmedizin und Naturheilkunde verbindet und Ihnen bei frauentypischen Erkrankungen hilft * Rat und Hilfe: Was Sie bei Erkrankungen wie z.B. Allergien, Bewegungs- oder Magen-Darm-Problemen tun können. So haben Sie Ihre Gesundheit immer im Griff. - Mehr zum Buch auf den Webseiten der Autorin

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Schwer-Mut

Eckhard Roediger
Depression - die Sehnsucht nach Zukunft. Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige
zahlreiche Abbildungen, kt., 200 S., ISBN-13: 978-3-7725-5039-3, 18,90 EUR
Die Erscheinungsformen der Depression sind vielfältig, die Auswirkungen auf den Einzelnen und sein Umfeld jedoch immer belastend. Dass dieser Last durch ganz unterschiedliche Methoden und Therapieansätze begegnet werden und die scheinbar hoffnungslose Zukunft täglich verändert beginnen kann, dazu möchte dieser Ratgeber des erfahrenen Arztes und Therapeuten Eckhard Roediger beitragen.
«Wir formen durch Übung uns und unseren Körper so, dass wir das Neue immer leichter tun können. Wenn wir dies rhythmisch wiederholen bzw. positive Verhaltensweisen als Rituale in unserem Alltag verankern, brauchen wir immer weniger Kraft. So wird aus uns nach und nach ein anderer, ein neuer Mensch.»
«In der Depression werden die Gedanken an die Vergangenheit zur quälenden und lähmenden Fessel. Aus dieser Gedankenfixierung heraus erscheint uns die Zukunft verbaut und hoffnungslos und es strömt uns keine Kraft und Initiative entgegen. Entsprechend wird sowohl die Umwelt bedrohlich-negativ erlebt, als auch die eigene Körperfunktion als hilflos-gelähmt wahrgenommen. Die vernichtenden Urteile eines negativ-verzerrten Denkens lähmen jeden Keim von Kraft und Initiative … »
Inhaltsverzeichnis: Grundlagen - Ab wann ist jemand depressiv? - Das klinische Bild der Depression - Die Ursachen der Depression - Depressionen als Bewältigungsversuch - Formen der Depression - Handlungsmöglichkeiten - Be-Handlungsmöglichkeiten - Psychotherapie - Künstlerische Therapien - Bewegungstherapien - Äußere Maßnahmen und Anwendungen - Selbsterfahrungsgruppen - Familienaufstellungen - Medikamente - Lichttherapie - Transkranielle Magnetstimulation (TMS) - Elektro-Krampftherapie (EKT) - Was kann ich für meinen Partner tun? - Umgang mit Suizididalität - Geschlechts- und altersspezifische Aspekte - Frauen – das schwache Geschlecht? - Babyblues und Wochenbett-Depression - Die lästigen Tage vor den Tagen – das prämenstruelle Syndrom - Wechselhafte Jahre – die Wechseljahre - Depressionen im Alter - Depressionen bei Männern - Fragenkatalog zur Suizidalität u.a.

Olaf Koob
Die dunkle Nacht der Seele - Wege aus der Depression
Leinen mit Schutzumschlag, 204 S., ISBN-10: 3-7725-1068-X, ISBN-13: 978-3-7725-1068-7, 15,90 EUR
Der Arzt und Therapeut Olaf Koob behandelt in seinem Buch ein Thema, eine Krankheit, die sehr viele Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen fest in ihrem Griff hat: die Depression. Wir sind ihr jedoch nicht hilflos ausgeliefert, sondern können uns mit unterschiedlichen Methoden auf den Weg des Verstehens und der Bewältigung machen. Denn wenn das Leben schwer ist, muss es auch leicht sein können …
Die Depression, auch Schwermut genannt, ist eine der weit verbreitesten seelischen Krankheitszustände. Ob jung oder alt, reich oder arm, berühmt oder unbekannt – niemand scheint vor ihr gefeit. Sie kann und sollte jedoch nicht nur als schmerzliche, lähmende Störung begriffen werden, sondern vielmehr als eine Möglichkeit zur Vertiefung des Seelenlebens. In der Auseinandersetzung mit diesem Krankheitsbild liegt für Olaf Koob die Chance, ein Gleichgewicht von Hingabe und Abgrenzung zu erlangen, das uns als Mensch im Leben frei macht.
Inhaltsverzeichnis: Depression, Aggression und das menschliche Gemüt - Von der Trauer zur Depression - Vom Zorn zur Aggression - Die heilende Kraft des Gemüts - Die körperlich-seelische Ebene der Depression - Organe und Seelenleben - Die leibliche Therapie - Die seelische Therapie - Der psychotherapeutische Weg - Die geistige Seite der Depression - Die Heilung der Seele durch den Geist - Wege zur Selbstentgiftung - Erinnern, Vergessen und Verzeihen - Die Depression im Spiegel der seelischen Not der Gegenwart - Der Depressive und seine Umgebung - Aus Gesprächen über die «positive Resignation» mit einem Betroffenen

Gehirnforschung - Gehirnmythologie

Thomas Hardtmuth
Denkfehler - Das Dilemma der Hirnforschung
kt., 248 S. mit zahlreichen Abbildungen, ISBN 3-934104-25-8, 19.80 Euro, 29.80 SFr
»Der Versuch der Hirnforschung, unser Denken, Fühlen und Erleben mit der Methodik moderner Naturwissenschaft zu erklären, führt in ein Dilemma: Entweder wir halten konsequent an dieser Methodik fest, dann argumentieren wir uns ins völlige Nichts hinein und verlieren uns in der Leere einer wertelosen Welt, oder wir unterziehen die Methodik selbst einer kritischen Überprüfung – dann aber gerät der Boden unseres wissenschaftlichen Welt- und Menschenbildes ins Wanken.«
Monika Armand im Blog "Neurowissenschaft": "Im Vorwort von Karl Offenhäuser wird treffend beschrieben, was T. Hardtmuth in seinem Buch genauer unter die Lupe nimmt:
"Verführt von ihren spektakulären Ergebnissen haben manche Forscher ihre Wissenschaft durch eine "Gehirnmythologie" gekrönt. Sie haben menschliches Erleben, das von höchster Beglückung bis zur tiefsten Traumatisierung reichen kann, zu biochemischen Vorgängen zusammenschrumpfen lassen"
T. Hardtmuth thematisiert Bereiche der Hirnforschung worüber bis heute noch keine Erkenntnisse vorliegen und die Forscher in ihren "wissenschaftlichen Erklärungsmodellen" schlicht schweigen.
Er beklagt, dass Phänomene der Wahrnehmung, des Denkens, des Bewusstseins und des Geistes etc. aus dem wissenschaftlichen Kontext wegdefiniert werden. So fragt er, meines Erachtens zu Recht:
"Wie aus dem Zusammenwirken von Neuronen, Aktionspotentialen und Neurotransmittern die Qualität des Denkens entspringen soll, bleibt weiter rätselhaft.. [...]..alle Versuche, den Geist aus der Nervenzelle heraus zu erklären, verunglücken letztlich in abenteuerlichen Theorien und wilden Spekulationen."(Zitat S. 22)
Hardtmuth nimmt die experimentelle Grundlage (Libet-Experiment) zur - in den Neurowissenschaften behaupteten - Nicht-Existenz des Freien Willens unter die Lupe und analysiert gekonnt die darin enthaltenen "Denkfehler".
Als Mediziner kennt T. Hardtmuth die " Welt der Anatomie und Physiologie" und damit auch ihre Reichweite. Ein lesenswertes, gut verständlich geschriebenes Buch für alle jene, die sich über die Grenzen der neurowissenschaftlichen Forschung und der (Nicht-) Existenz des freien Willens informieren wollen. - Blog "Neurowissenschaft"

Mittwoch, 21. Oktober 2009

"Neuro-Enhancements" zum Zweiten

Diskussion zum Memorandum
Frau Armand, Gründerin des "Forums Gesundheit" macht mich auf die Diskussion zum Thema in de den SciLogs aufmerksam. Dort heißt es einleitend:
"Neuro-Enhancement bezeichnet den Versuch, über gezielte Manipulation des Gehirns Gemütszustände oder kognitive Leistungen zu verbessern. Etwas flapsig formuliert, geht es um Hirn-Doping - eine Vorstellung, die bei vielen Menschen Ängste heraufbeschwört, während andere ihrer Realisierung entgegensehnen und sich bereits heute entsprechende Präparate beschaffen. Wie gehen wir als Einzelne und als Gesellschaft mit den Chancen und Risiken des Enhancements um? In Gehirn&Geist 11/2009 publizieren sieben führende Experten ein Memorandum mit konkreten Empfehlungen. Anlass für ein Bloggewitter zum Thema - diskutieren Sie mit den Bloggern der SciLogs!"
Vor allem finden wir dort einen langen und ausführlichen Kommentar von Jörg Auf dem Hövel. Er hat das Buch "Pillen für den besseren Menschen. Wie Psychopharmaka, Drogen und Biotechnologie den Menschen der Zukunft formen" geschrieben:
" ... Von was reden wir also, wenn wir von kognitiven Enhancern sprechen? Doch in erster Linie von Substanzen, die Menschen stromlinienförmig im Arbeitsalltag agieren lassen. Und geht es nicht um Arbeit, so geht es um die Eliminierung unerwünschter Persönlichkeitseigenschaften; ein seltsames Phänomen unserer Zeit, die droht, aus jeder kleinen Macke ein behandlungswürdiges Syndrom zu machen. Hier spielen Psychologen, Wissenschaftler, Ärzte und Pharma-Unternehmen eine Rolle, sie alle tragen dazu bei, dass der Katalog der psychischen Krankheiten immer länger wird. Christopher Lane hat in seinem Buch „Shyness: How Normal Behavior Became a Sickness“ gut beschrieben, welche Kräfte bei der Transformierung der Schüchternheit in die behandlungswürdige Sozialphobie am Werk waren.
Noch etwas muss bedacht werden. Der Begriff der „Kognition“ wird im Zusammenhang mit NE so unscharf verwendet, dass viel gemeint sein kann, praktisch aber nur wenig erreicht wird. Durchhaltevermögen und Konzentrationsfähigkeit mögen mit diesen Mitteln zeitweise verbessert werden, die Hoffnung aber, dass damit das Kurzzeit- oder gar Langzeitgedächtnis gefördert werden können, haben sich nicht bestätigt ... "
Beitrag von Jörg Auf dem Hövel ... Zur Diskussion in "SciLogs ... 1. Beitrag in diesem Forum

Dienstag, 20. Oktober 2009

"Neuro-Enhancements" - Zweifel dürfen erlaubt sein ...

Gehirn&Geist - Das Memorandum
Vollständige Fassung des Artikels "Das optimierte Gehirn" aus Gehirn&Geist November 2009
Von Thorsten Galert, Christoph Bublitz, Isabella Heuser, Reinhard Merkel, Dimitris Repantis, Bettina Schöne-Seifert und Davinia Talbot
Nicht nur psychisch Kranke nehmen Medikamente, die auf das Gehirn wirken - auch immer mehr Gesunde dürften in Zukunft zu pharmazeutischen Mitteln greifen, um ihre geistige Leistungsfähigkeit oder ihre Stimmung zu verbessern. Wie wollen wir den Herausforderungen des "Neuro-Enhancements" als Einzelne und als Gesellschaft begegnen? Ein Memorandum sieben führender Experten.
" ... angenommen, Psychopharmakologen entwickelten tatsächlich ein Präparat, das mindestens so anregt wie Sekt, ohne die Beeinträchtigungen durch Schwips und Kater nach sich zu ziehen. Wäre ein solches Mittel Segen oder Fluch? Und sind Menschen, die schon heute ohne therapeutischen Grund Antidepressiva nehmen, um sich »besser als gut« zu fühlen, nur unklug, weil sie sich ohne hinreichenden Beleg für die erwünschte Wirkung gesundheitlichen Risiken aussetzen? Oder ist ihr Verhalten auch unmoralisch? ...
... Wir vertreten die Ansicht, dass es keine überzeugenden grundsätzlichen Einwände gegen eine pharmazeutische Verbesserung des Gehirns oder der Psyche gibt. Vielmehr sehen wir im pharmazeutischen Neuro-Enhancement die Fortsetzung ei nes zum Menschen gehörenden geistigen Optimierungsstrebens mit anderen Mitteln. Anlass zur Besorgnis gibt derzeit jedoch, dass für keines der als NEPs in Rede stehenden Psychopharmaka ausreichen de Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit und langfristigen Sicherheit vorliegen.
Der Nachweis, dass ein Präparat zuverlässig ein nennenswertes Enhancement bewirkt, obliegt dem Pharmaunternehmen, das dieses vermarktet. Die physischen, psychischen und auch die soziokulturellen Langzeitfolgen der Einnahme von NEPs zu klären, liegt dagegen im gesellschaftlichen Interesse; daher sollten entsprechende Studien öffentlich gefördert werden ... " Vollständiges Memorandum als PDF-Datei

Was ist pharmakologisches Enhancement?
Eine neue Klasse von Psychopharmaka soll das Leben der Menschen verbessern - oder sie zumindest zu leistungsfähigeren Arbeitern machen. Eine Expertengruppe hat versucht, die zukünftige Rolle von "Neuro-Enhancement" zu verorten ... Was die individuellen und sozialen Rahmenbedingungen und spezifisch pharmakologischen Effekte der vermeintlichen neuen Substanzen angeht, sind einige Ergänzungen zu leisten, um die Diskussion weiterhin fruchtbar zu halten ... Artikel auf SeinOnline

Zur Medikalisierung psychischen Leidens

Jurk, Charlotte
Der niedergeschlagene Mensch - Depression. Geschichte und gesellschaftliche Bedeutung einer Diagnose
Verlag Westfälisches Dampfboot 2008, 215 S., ISBN: 978-3-89691-751-5, € 24,90
Sigmund Freud beschrieb zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch die Melancholie. Heute scheint sie so gut wie verschwunden. Stattdessen hat die Diagnose Depression eine bemerkenswerte "Karriere" gemacht. Alle Welt ist sich schnell einig, sie zur Volkskrankheit zu erklären und eine breite Behandlungsdürftigkeit vieler für eine Aufgabe notwendiger Selbstsorge zu halten. Die neue Niedergeschlagenheit wird zur massenhaften Stoffwechselstörung, der chemisch-medikamentös zu Leibe gerückt werden soll. Charlotte Jurk kehrt diese Selbstverständlichkeiten, die sich unwidersprochen durchgesetzt haben, gegen den Strich. Wie kommt es zu dieser Medikalisierung und was ist das Menschenbild einer Gesellschaft, die Depression als „Preis für den Fortschritt“ hinnimmt? Ihr Buch arbeitet heraus: Der psychiatrisch behandlungsbedürftige Mensch passt in eine Zeit, in der die Bewertung psychischer Qualität zu einem entscheidenden Merkmal sozialer Zugehörigkeit geworden ist. Das Leiden an den sozialen Verwerfungen der Moderne wird in der Depressionsdiagnose zum individuellen Versagen uminterpretiert.
Eine Empfehlung (Auszug): " ... Jurk hinterfragt die aktuelle Medikalisierung psychischen Leidens generell, sowie das Menschenbild einer Gesellschaft, die Depression als "Preis für den Fortschritt" hinnimmt. Lesenswert! ... " Zur Empfehlung und zu einer Fülle weiterer Literaturhinweise

Sonntag, 18. Oktober 2009

Kinderbuch zum sexuellen Mißbrauch

V. Dumont, M. Brunelet
Ich habe Angst vor diesem Mann
Ab 7 Jahre; 48 S., ISBN 978-3-934029-07-1, Eur 10,00, sFr. 18,00
Ein feinfühliges Buch über ein schwieriges Thema: Anhand einer frei erfundenen Geschichte werden die heiklen Fragen im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch von Kindern aufgegriffen. Das Buch beschreibt die Ambivalenz ihrer Gefühle und beweist, wie kompliziert und gleichzeitig wichtig es ist, darüber zu reden. Es weist auf die Gefahren hin und zeigt den Kindern, wie sie sich richtig verhalten bzw. schützen können, ohne voller Misstrauen durchs Leben zu gehen.
Auf dem Heimweg von der Schule wird Sophie eines Tages von einem Exhibitionisten überrascht. Angst und Unsicherheit sind die Folge. Doch Eltern und Lehrer helfen ihr und ihren Mitschülern, den Schock zu verarbeiten.
Inhalt: Sophie ist acht Jahre alt. Dieses Jahr darf sie zum ersten Mal allein von der Schule nach Hause gehen. Alles geht gut - bis sich ihr eines Tages ein Exhibitionist in den Weg stellt. Völlig verstört spricht sie mit ihren Eltern darüber, aber selbst danach ist sie immer noch ängstlich und traut sich nicht mehr allein aus dem Haus. Überall vermutet sie Menschen, die ihr Böses wollen. Nur allmählich verliert sie ihre Angst und gewinnt das Vertrauen in sich und andere zurück - vor allem dank einer offenen Diskussion in der Schule, wo die Kinder lernen, wie sie sich am besten in solchen Situationen verhalten sollen.
Der gleichaltrige Jan ist in derselben Klasse wie Sophie. Jeden Sonntagnachmittag kümmert sich sein alleinstehender Onkel Achim um ihn. Aber seit sie in der Schule von Menschen mit sexuellem Fehlverhalten gehört haben und dass auch von vertrauten Personen eine Bedrohung ausgehen kann, fühlt er sich in Gesellschaft seines Onkels auf einmal unwohl. Er kann dessen völlig harmlose und herzlich gemeinte Gesten nicht mehr einordnen und wird deshalb sogar krank. Erst nach einem offenen Gespräch mit seinem Onkel begreift Jan den Unterschied zwischen einem Menschen, der es einfach nur lieb meint, und einem, der Böses will.
Leseprobe aus dem 2. Kapitel: Gerüchte um einen seltsamen Mann
" ... Seit einigen Tagen hören Sophie und ihre Freundinnen in der Schule, wie über ein merkwürdiges Ereignis gesprochen wird: Die älteren Kinder erzählen, dass da manchmal ein Mann ganz allein auf der Straße steht und den vorbeigehenden Leuten seinen Penis zeigt. "Das ist ja eklig!"
Zwar hat bisher niemand diesen Mann richtig gesehen, aber er soll einen großen Hut und einen grauen Regenmantel tragen, so wie man es von Krimis her kennt. 'Und wenn das nur eine Erfindung ist?', fragt sich Sophie, die genau weiß, dass manchmal aus Wichtigtuerei Dinge erzählt werden, die gar nicht stimmen ... Leuten, die man nicht einmal kennt, seinen Penis zu zeigen, so etwas macht man einfach nicht, schon allein wegen des Schamgefühls.
Sophie und ihre Freundinnen haben lange über diesen Fall gesprochen und sind sich dann einig geworden, dass so etwas nicht möglich sei und es sich dabei ganz sicher um eine Erfindung handle. Das hat sie doch sehr beruhigt, denn ein bisschen Angst hat ihnen diese Geschichte schon gemacht. Seither spricht auch keiner mehr darüber. Zudem steht Weihnachten vor der Tür, da gibt es genug anderes zu tun: Geschenke basteln, das Haus schmücken und vor allem - warten ... "

Samstag, 17. Oktober 2009

Engagierte Aufklärung: Rheuma bei Kindern

Monika Clemes
Auch kleine Elfen haben Rheuma - Kinderrheuma-Früherkennung. Eltern und Jugendliche erzählen
Memoiren Verlag, ISBN: 3902074841, 13,50 €
Erschütternde Berichte von betroffenen Kindern und Jugendlichen über ihr Leben mit Rheuma. Sie erzählen von Schmerz, Hoffnung und Enttäuschung, von Unverständnis und Ablehnung aber auch von Zuneigung und Liebe. Rheuma bei Kindern wird immer noch viel zu spät erkannt! Dieses Buch soll Eltern über die Möglichkeiten zur Früherkennung von Kinderrheuma informieren.
Wussten Sie eigentlich schon, dass allein in Deutschland l50.000 Kinder und Jugendliche an Rheuma leiden? Jedes 10. Kind bekommt heute schonRheuma. Und es werden immer mehr Kinder. Kaum bekannt ist, dass bereits Säuglinge von einer rheumatischen Erkrankung betroffen sein können. 16.000 Kinder erkranken in Deutschland jährlich an einer Gelenkentzündung, davon bis zu 3.000 chronisch.
Die häufigste chronisch rheumatische Erkrankung im Kindesalter ist die Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)). Auch Fibromyalgie) und weitere Krankheitsbilder). Rheuma ist eine sehr ernste und schmerzhafte Erkrankung.
Das Buch enthält: Erste Merkmale, Tipps für rechtzeitiges, schnelles Handeln, Selbsttest, Krankheitsbilder und Symptome, Medikamente, Ernährung, wichtige Adressen und vieles mehr. Damit Sie als Eltern schnell Handeln könnenum kleinen Elfen viel Leid zu ersparen.
Unterstützung erhielt ich von: Herrn Prof. Dr. Huppertz und Herrn Dr. Onken von der Kinderklinik in Bremen, der ein Geleitwort zum Buch beisteuerte. Herr Dr. Puchner unterstützte mich mit seinem fachlichen Rat. Er istRheumatologe und u.a. Experte bei rheuma-online.
Auch durch meine liebe Freundin Ute Schönherr werde ich unterstützt.Sie ist Sängerin und Botschafterin der Deutschen Rheuma-Liga. Sie selber ist schon in frühester Kindheit an Rheuma erkrankt. Sie hat sich nie davon abbringen lassen, ihren Traum, Sängern zu werden, zu verwirklichen. Meine Freundin ist durch Ihre Erkrankung stark geworden und berichtet in meinem Buch darüber! ...
Rheuma eine Omakrankheit? - Nein!! Weil auch Ihr Kind betroffen sein könnte, soll dieses Buch Eltern informieren! Über die ersten Merkmale und Symptome von Rheuma. Viele Ratschläge, Tipps und Hilfsangebote für Betroffene. Sowie Information und Aufklärung für betroffene Eltern und Jugendliche, und für die, die sich rechtzeitig Informieren wollen! Denn Rheuma macht nicht vor Ihren Kindern halt!
Ganz wichtig bei Rheuma ist: Schnelle Hilfe! Kinder brauchen schon bei den ersten Anzeichen sofort professionelle Hilfe! Jeder Tag, jede Woche, jeder Monat zählt um schlimmeres zu Verhindern!
Wussten Sie schon? Allein in Deutschland leiden 150.000 Kinder und Jugendliche an Rheuma!Wussten Sie, dass jedes 10. Kind Rheuma bekommt? Jährlich trifft es 4000 Familien neu, dass ihr Kind Rheuma bekommt! Sie sollten sich rechtzeitig informieren! Heute weiß ich, dass Rheuma eine sehr ernste und schmerzhafte Erkrankung ist, die nicht nur Omas wie ich bekommenkönnen, sondern auch Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche! Und ich weiß, dass diese Kinder Tag ein, Tag aus, mit starken Schmerzen leben und mit den Nebenwirkungen der Medikamente zurecht kommen müssen.
Sie fragen sich, was ich mit meinem Buch erreichen möchte?? Ich möchte Eltern aufschrecken und wachrütteln. Warum? - Heutzutage müssen junge Eltern Ihre Kinder nicht nur vor Röteln, Windpocken, Masern und anderen Kinderkrankheiten beschützen, sondern vielleicht auch vor der so genannte "Volkskrankheit" Rheuma, die auch kleine Kinder bereits befallen kann.Denn immer noch tun viele Ärzte sich schwer, die Diagnose Rheuma in Betracht zu ziehen. Eltern sollten darum gegenüber Ärzten hartnäckig bleiben, wenn Sie bei ihrem Kind entsprechende Symptome bemerken.Ein Bluttest ist immer aufschlussreich!
Rheumakranke Kinder in Deutschland sind fachmedizinisch drastisch unterversorgt. Schätzungen zufolge wird nur jedes dritte an Gelenkrheuma erkrankte Kind einem Kinder- u. Jugendrheumatologen vorgestellt. Die Kinder, die die Rheumasprechstunde erreichen, kommen im Durchschnitt erst 8 Monate nach Beginn der Symptome zum Facharzt. (Das geht aus der Kinderkerndokumentation des Kompetenznetzes Rheuma (KNR) hervor, in der seit 1997 die Krankheitsverläufe).
Damit Sie wissen wie die ersten Symptome aussehen können habe ichdieses Buch zusammengestellt. Denn ein dickes Knie ist nicht immer nur ein dickes Knie! Manchmal kann auch eine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken! In meinem Buch finden Sie auch einen "Selbsttest". Schnelles Handeln ist unheimlich wichtig! Durch mein Buch hoffe ich zu erreichen, dass Eltern dem Thema "Kinderrheuma" mehr Beachtung schenken. Wenn ich dadurch das Leid auch nur eines einzigen Kindes mildern kann, hat sich das Verfassen dieses Buches gelohnt!
Viele betroffene Jugendliche, Kinder und Eltern haben mir für dieses Buch Ihre Lebens/Leidens-Geschichten zur Verfügung gestellt. Für ihr Vertrauen und ihre Mitwirkung möchte ich mich ganz herzlich bei ihnen bedanken. Dankeschön!
Dieses Buch soll Eltern informieren! Viele Ratschläge, Tipps und Hilfangebote von und für Betroffene. Sowie Information und Aufklärung ... Ausführliche Leseprobe

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Gute-Nacht-Geschichten und Gesundheit

Eckhard Schiffer
Wie Gesundheit entsteht - Salutogenese: Schatzsuche statt Fehlerfahndung
Essay, Beltz TB, 180 S., brosch., ISBN 978-3-407-22090-5, EUR 14,90
Über die Krankheit haben die Mediziner weitgehend die Gesundheit vergessen. Und Gesundheit ist etwas anderes als "Nicht-Krankheit". Diese grundsätzliche Kritik am vorherrschenden medizinischen Denken steht am Anfang des neuen Buches von Eckhard Schiffer. Nicht nach Fehlern und Störungen, die zur Krankheit führen, will er suchen, sondern nach schöpferischen Kräften, die seelische und körperliche Gesundheit ermöglichen: Gesundheit als Schatzsuche im Spiel, im Dialog und in der Suche nach Lebenssinn. Dabei stützt sich der Autor zum einen auf das Salutogenese-Konzept des amerikanisch-israelischen Gesundheitsforschers Aaron Antonovsky und dessen Ausführungen zum "Kohärenzgefühl" des Menschen. Zum anderen bezieht er so unterschiedliche Geschichten wie "Tausendundeine Nacht", "Pu der Bär" und "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" in sein Erklärungskonzept ein und ebenso die Biografien von Künstlern und Schriftstellern wie Joan Miró, Jean-Jacques Rousseau oder Albert Camus.
"Alles das, was in der 'schönen' Literatur schon lange bekannt ist, soll anhand neuer Modelle zur Gesundheit bzw. Gesundheitsförderung weiter verdeutlicht werden. Seit geraumer Zeit richtet sich nämlich das Interesse nicht mehr nur auf die Entstehung von Krankheit (Pathogenese), sondern auch auf die Entstehung von Gesundheit (Salutogenese)." Oder anders formuliert: "Was haben eigentlich 'Gute Nacht-Geschichten' mit Gesundheit, und 'die Unfähigkeit zum Dialog' mit Krankheit zu tun?" Eckhard Schiffer.
Leseprobe (Auszug): " ... Vorab eine kleine Quizfrage: Was ist das Gemeinsame an den Geschichten aus »Tausendundeine Nacht«, »Pu der Bär« und »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«?
Weltliteratur, immer noch Bestseller und – richtig: Bei allen Dreien geht es um das Erzählen von Geschichten, Gutenachtgeschichten, wenn man so will. Dramatisch in »Tausendundeine Nacht«, spielerisch-abenteuerlich bei »Pu der Bär« und psychologisch eindrucksvoll über die ersten siebzig Seiten in der »Suche nach der verlorenen Zeit«.
Bei der »Suche« wie in »Tausendundeine Nacht« werden über das Erzählen von Geschichten dialogisch die gefährdete Identität und das fast zerstörte Vertrauen in Bindungen wieder stabilisiert. Hingegen wird bei »Pu« aus einer schon bestehenden guten Bindungserfahrung heraus die Welt mit ihren Gefahren – einschließlich Flutkatastrophe – spielerisch-fantasievoll gemeistert.
In allen drei Erzählsituationen geht es um das Kohärenzgefühl oder den Kohärenzsinn. Damit sind ein Grundgefühl und zugleich auch eine Wahrnehmungsweise der Welt gemeint, dass wir das, was um uns herum geschieht, ausreichend verstehen und auch beeinflussen können. Wir sind nicht hilflos, sondern verfügen über innere und äußere Hilfsquellen – auch in Form der Unterstützung durch Angehörige, Freunde und Nachbarn –, mit denen wir Schwierigkeiten meistern können. Wesentlich am Kohärenzgefühl ist jedoch, dass wir unser Handeln nicht nur als zweckmäßig, sondern auch als sinnvoll empfinden.
In dem Modell der Salutogenese – wörtlich übersetzt: Gesundheitsentstehung – des amerikanisch-israelischen Gesundheitsforschers Aaron Antonovsky spielt das Kohärenzgefühl eine entscheidende Rolle. Es bestimmt, ob wir bei Belastung körperlich und seelisch gesund bleiben, beziehungsweise im Erkrankungsfall möglichst schnell wieder gesund werden oder nicht.
Anhand des Salutogenesemodells soll im Folgenden aufgezeigt werden, wie derjenige trotz Belastung gute Aussichten auf Gesundheit hat, der mit allen Sinnen spielen und diese leibhaftigen Spielerfahrungen dann auch zur Sprache bringen kann. Spiel und Dialog sind grundlegend für das Kohärenzgefühl und damit für die Gesundheit. Lebenslang – also auch für Erwachsene! ... " - Weiter Leseprobe (pdf) - Inhaltsverzeichnis (pdf)

Dienstag, 13. Oktober 2009

Zwischenmenschliche Interaktion

Virginia Satir, James Stachowiak, Harvey A. Taschman
Praxiskurs Familientherapie - Die Entwicklung individuellen Gewahrseins und die Veränderung von Familien
Junfermann Verlag 2000, 240 S., kt., ISBN: 3-87387-426-1, ISBN 13: 978-3-87387-426-8, 20,50 EUR
Die Probleme, die ein Mensch hat, sind nicht unabhängig von der sozialen Situation des Betreffenden. Vielmehr wird das menschliche Verhalten insbesondere durch die Ursprungsfamilie geprägt. Die Familie beeinflußt unsere Wahrnehmung sowie unsere Art, mit anderen zu interagieren und zu kommunizieren. Wenn therapeutische Interventionen die Kommunikationsmuster der Mitglieder einer Familie verbessern, ist das Resultat ein funktionelleres Verhalten der betreffenden Familie. Obwohl es in diesem Buch hauptsächlich um Familien mit großen Schwierigkeiten geht, sind die beschriebenen Erkenntnisse und Ansätze allgemein anwendbar. Die Autoren wenden sich nicht nur an Therapeuten, Berater und Sozialarbeiter, sondern an alle, denen die Veränderung von Familien am Herzen liegt und die in der Lage sind, die Verwirklichung dieses Ziels konstruktiv zu unterstützen. Das Buch ist von Virginia Satirs Wärme und Menschlichkeit geprägt. Immer wieder weist sie auf die besondere Bedeutung des nonverbalen, physischen Erlebens und der Wahrnehmung kinästhetischer Signale bei der Interpretation von Beziehungen hin. Die Übungen, die sie empfiehlt, wirken vermittelnd, und sie helfen, jene unnötigen verbalen Auseinandersetzungen zu vermeiden, die im Familienleben so häufig stattfinden. Wie in allen ihren Publikationen gelingt es Virginia Satir auch hier, bei Versuchen, Probleme zu lösen, Schuldzuweisungen und Streitigkeiten generell zu meiden. Die Formen nützlicher und nutzloser Interaktion, die Virginia Satir und James Stachowiak in diesem Buch beschreiben, sollten all diejenigen kennen, die sich mit zwischenmenschlicher Interaktion beschäftigen ... Mehr in unserem Ratgeber Kinderbuch